Preiswerte Aufbereitung von Kanalsand

Kompletter Trommelseparator mit Annahmebunker, Fördereinheit und Trommel

Im Abwasser sind neben organischen auch mineralische Stoffe enthalten. Diese Stoffe, welche eine sehr unterschiedliche Korngrößenstruktur aufweisen, sedimentieren in Abhängigkeit von der Fließgeschwindigkeit (z.B. bei Trockenwetter) mehr oder weniger im Kanalnetz. Eine routinemäßige Wartung und Reinigung der Kanalsysteme ist deshalb zwingend erforderlich und ist - neben der Kanalnetzsteuerung - für eine optimale Kanalbewirtschaftung von sehr großer Bedeutung.

Die Reinigung der Kanäle erfolgt heute mittels Saug- und Spülfahrzeugen. Dabei werden die Sedimente mit dem Spülwasser aufgenommen und setzen sich im Tank des Fahrzeuges ab. Eine weitere stoffliche Aufbereitung ist aufgrund der unterschiedlichen Aggregatszustände, der sehr heterogenen Sedimente und - vor allem bei kleinen Kommunen - der relativ geringen Mengen nicht möglich. Nicht unerhebliche Kosten müssen deshalb für eine externe Beseitigung bereit gestellt werden.

Eine preiswerte Alternative zur Aufbereitung geringer Mengen Kanalsand ist der neue, patentierte Trommelseparator, Typ: RoSF 8-T in Verbindung mit der Coanda-Sandwaschanlage, Typ RoSF 4. Der Trommelseparator vereinigt in einem Aggregat sowohl einen kleinen Vorlagebunker als auch eine schräge Fördereinheit und ein Trommelsieb. Die Trommel teilt dabei die Kanalsedimente in eine Fein- und eine Grobfraktion, bei gleichzeitiger Zugabe von Waschwasser auf. In der Coanda-Sandwaschanlage wird anschließend die Feinfraktion auf einen Glühverlust von weniger als 3% gewaschen.

Verfahrensbeschreibung:
Bei der Entleerung des Tankfahrzeuges wird das gesamte Feststoff-/Wasser-Gemisch in einen unterirdischen Edelstahlbunker abgekippt. Ein massiver Stabrost über dem Bunker hält dabei größere Störstoffe zurück. Im Bunker sedimentieren die Feststoffe. Das überschüssige Wasser fließt über eine Überfallschwelle und einer integrierten Entwässerungseinheit in den nachfolgenden Pumpensumpf. Die Feststoffe im Bunker werden von der intergrierten, schrägen Förderschnecke aufgenommen und in die angeblockte Separationstrommel gefördert. Dort werden unter Zugabe von Waschwasser die Grobstoffe größer als 25 mm (Steine, usw.) von der übrigen Feinfraktion getrennt. Der Antrieb der Trommel ist dabei direkt mit der Förderschnecke gekoppelt, so dass für den kompletten Trommelseparator nur ein Antrieb benötigt wird. Die Grobfraktion wird über die Länge der Förderung statisch entwässert und fällt über einen Abwurf in den Container. Eine Spritzdüsenleiste liefert die nötige Waschwassermenge für die Separation und reinigt gleichzeitig den Siebkörper ab. Die Feinfraktion durchdringt den Siebkörper und fließt gemeinsam mit dem Waschwasser im Freispiegel direkt in den Trichter der Sandwaschanlage. In der Coanda-Sandwaschanlage werden die Feststoffe > 0,2 mm abgeschieden, gewaschen und entwässert in einen Container gefördert. Zusätzlich kann - sofern noch nicht realisiert - die Sandwaschanlage auch das Material vom Sandfang aufnehmen und waschen. 

Vorteile:
Die maximale Durchsatzleistung der Trommelseparators liegt bei 0,40 m³ in der Stunde. Komplizierte, verstopfungsanfällige Übergänge zwischen einzelnen Aggregaten sind nicht vorhanden. Der Verschleiß ist aufgrund der langsamdrehenden Maschine auf ein Minimum begrenzt. Der gewaschene Kanalsand kann sehr preisgünstig einer langfristig kalkulierbaren stofflichen Verwertung zugeführt werden.

In Verbindung mit den relativ niedrigen Investitionen- und Baukosten ergibt sich ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis für die Kanal- und Kläranlagensandaufbereitung. Gerne erstellen wir für Ihren Anwendungsfall eine Wirtschaftlichkeitsberechnung.

Von Wolfgang Branner, Produktmanager

Eingesetzte Produkte und verwandte Lösungenschließen

Eingesetzte Produkte und verwandte Lösungen

Weiterführende Erfahrungsberichteschließen

Weiterführende Erfahrungsberichte