Saarbrücken reinigt die Luft für eine optimale Hygiene in der Trinkwasserversorgung

Keim- und virenfreie Luft für optimale hygienische Bedingungen im Trinkwasserspeicher
Optimale Wartungsintervalle durch permanente Überwachung der Filter
Einbruchgesicherte Jalousie zum Schutz des Trinkwassers
Sicherheitsventil Typ 181-1 zum Schutz des Bauwerkes
Durchdachtes Gesamtkonzept bietet höchste Sicherheit

Seit vielen Jahrzehnten ist unser Unternehmen HUBER Edelstahl dem Trinkwasser verbunden. In dieser langen Zeit haben wir in Zusammenarbeit mit maßgebenden Behörden, Betreibern und Planern ein komplettes Programm mit Ausrüstungsteilen geschaffen, das den ganz speziellen Anforderungen im Bereich der Ausrüstung von Trinkwasserbauwerken richtungsweisend entspricht. Unser Grundgedanke war dabei immer, Produkte zu entwickeln und dem Markt anzubieten, die mindestens der Lebensdauer des Betonbauwerks entsprechen und wichtigste Faktoren wie Funktionssicherheit und Sicherheit für Menschen vereinen. Nur der fachgerecht verarbeitete Werkstoff Edelstahl kann diese hohen Anforderungen erfüllen.

Ein weiteres "Vorzeigeobjekt" unter den vielen Trinkwasserbauwerken, die wir mit unseren Edelstahlprodukten ausgerüstet haben, ist der 1997 fertiggestellte Hochbehälter Eichelberg.

Mit dieser Baumaßnahme hat die Stadt Sulzbach-Rosenberg ihre bestehenden Wasserversorgungsanlagen erweitert. Zweck war es, die Stadt ausreichend mit Trink-, Brauch- und Löschwasser zu versorgen. Der neue Hochbehälter liegt am Ortsrand der Stadt Sulzbach-Rosenberg im Landkreis Amberg-Sulzbach auf der Anhöhe Eichelberg und besteht aus zwei Rechteckbehälterkammern mit einem Fassungsvermögen von je 1500 m³.

Das in Amberg angesiedelte Bauunternehmen MICKAN war Hauptauftragnehmer für dieses Bauwerk und beauftragte im April 1996 unser Unternehmen mit der gesamten hydraulischen und metallbautechnischen Ausrüstung, die vollständig aus Edelstahl ausgeführt wurde.

Die Technik dieses Trinkwasserspeichers im Detail:

1. Objektschutz / -sicherheit

Der Zugang zu diesem Trinkwasserbauwerk wird durch Objektschutz-Sicherheitstüren von HUBER Edelstahl vom Typ TT 2 einbruchsicher verschlossen. Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel und muß deshalb vor jeglicher Beeinträchtigung geschützt werden! Gerade in der heutigen Zeit, wo Kriminalität immer größere Ausmaße annimmt, darf "unerwünschten Besuchern" keine Chance gegeben werden in solch ein empfindliches Bauwerk einzudringen. Durch eine harte Prüfung unserer Sicherheitstüren durch die Universität Karlsruhe, die uns dann nach DIN 18103 die Prüfklasse ET 3 bestätigte, können wir unseren Kunden diese hohen Anforderungen garantieren.

Unter anderem auch aus diesen Gründen haben wir im Bereich Absturzsicherheit das Systemgeländer Fixrail entwickelt, das für die Sicherheit für Menschen im Hochbehälter Eichelberg sorgt. Das hier zur Anwendung gekommene Geländer vom Typ HUBER 333 bietet sowohl dem Betreiber als auch dem Planer und den Monteuren überzeugende Vorteile:

vollständig aus Edelstahl, dadurch absolut korrosionsbeständig
keine Baustellenschweißungen durch Stecksystem, dadurch vollständige Erhaltung der Passivschicht nach der Vollbadbeizung
einfache und schnelle Montage, dadurch kostengünstig
Demontierbarkeit
Einhaltung sämtlicher GUV-Richtlinien

2. Hygiene

Die Einspeisung in die beiden Wasserkammern erfolgt zielgerichtet mit je einer Zulaufdüse vom Typ HUBER NR 18 mit einem Durchmesser von DN 300. Entnommen wird das Trinkwasser mit je einem Sonder-Entnahmeseiher vom Typ HUBER NR 17 mit einem Duchmesser von DN 400. Das gesamte Rohrleitungssystem wurde gemäß DVGW-Richtlinien in der Wasserkammer vollständig in Werkstoff Edelstahl 1.4571 (V4A) und in der Schieberkammer in Werkstoff 1.4541 (V2A) ausgeführt. Dies garantiert dem Betreiber dieser Trinkwasseranlage Sicherheit und Wartungsfreiheit auf Jahrzehnte und den Einwohnern in der Stadt Sulzbach-Rosenberg sauberes und "hygienisch reines" Trinkwasser, denn durch die glatte Oberfläche des Werkstoffes Edelstahl haben Migration und Verkrustungen, die das Trinkwasser negativ beeinträchtigen und Korrosion, was dem Betreiber laufend Kosten verursacht keine Chance. Diese beispiellosen Vorteile, die der Werkstoff Edelstahl hat, sind jedoch nur gegeben, wenn er fachgerecht verarbeitet und speziell nachbehandelt wird, wie dies in unserem Produktionswerk durchgeführt wird. Nur eine Vollbadbeizung mit anschließender Passivierung der vollständig fertiggestellten Produkte garantieren diese herausragenden Eigenschaften! Dies ist jedoch nur durch eine umfangreiche Vorplanung und damit verbunden eine Vorfertigung der gesamten Anlage möglich, die garantiert, daß Baustellenschweißnähte auf ein Minimum reduziert oder sogar vollkommen vermieden werden können!

3. Wirtschaftlichkeit

Der Zugang in die Wasserkammern erfolgt über je eine Drucktüre vom Typ HUBER TT 7. Der Einbau dieser vollständig aus Edelstahl konstruierten und absolut dichten Verschlußeinrichtungen erfolgt bereits während der Betonbauarbeiten durch bündiges Einsetzen in die Schalung. Dadurch werden die Bauteile ein fester Bestandteil des Betonbauwerks. Aus diesem Grund ist es enorm wichtig, daß Einbauteile wie Drucktüren die gleiche Lebensdauer haben wie das Betonbauwerk selbst. Damit werden sehr kostenaufwendige Reparaturen und Sanierungen von vornherein ausgeschlossen. Drucktüren von HUBER Edelstahl garantieren Ihnen diese hohen Anforderungen durch sogfältigste Verarbeitung und Beizung im Vollbad mit anschließender Passivierung. Selbstverständlich wird bei sämtlichen eingesetzten Dichtungen nur KTW-zugelassenes Material verwendet, um Betrieber und den Menschen Hygiene auf höchstem Niveau zu garantieren.

Ein weiterer wichtiger Faktor für die Betriebssicherheit der "Trinkwasseranlage Eichelberg" sind die Für die Wasserversorgung der Stadt Saarbrücken sowie der versorgten Gemeinden im Bliestal, dem Ortsteil Fischbach, der Gemeinde Quierschied und der Gemeinde Schönecken in Frankreich werden  von den Stadtwerken Saarbrücken AG und der Wasserversorgung  Bliestal GmbH Wasserversorgungsanlagen betrieben bzw. als Notversorgungsanlagen vorgehalten. Die Stadtwerke Saarbrücken mit der Wasserversorgung Bliestal betreiben insgesamt 38 Brunnen, 4 Wasserwerke, 23 Hochbehälter und 3 Sammelbehälter mit insgesamt 64.660 m3 Inhalt. Die oberste Priorität der Wasserversorger: "Das Wasser muss in hygienisch einwandfreiem Zustand und in ausreichender Menge beim Verbraucher ankommen", muss gewährleistet sein.  In Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Saarbrücken, dem Ingenieurbüro Unger Ingenieurgesellschaft mbH in Darmstadt, dem Gesundheitsamt in Saarbrücken, der ausführenden Firma Burger Pumpen GmbH und der Hans Huber AG wurden Voraussetzungen für einen hygienisch einwandfreien Betrieb der Trinkwasserversorgung geschaffen.  Es wurde ein Gefährdungspotenzial bei der  atmosphärischen Luft im Trinkwasserspeicher gesehen. Atmosphärische Luft enthält eine Mischung aus Fremdstoffen aus natürlichen Prozessen, wie zum Beispiel Erosion oder Zersetzung von Organismen, sowie menschlicher Tätigkeit, wie zum Beispiel aus Landwirtschaft oder Industrie. Darin sind Organismen wie Keime, Sporen, Pollen und Pilze enthalten. Diese sind teilweise krankheitserregend und dürfen nach der Trinkwasserverordnung in keinem Fall zum Verbraucher gelangen. 
Während der Einatmungsphase von Trinkwasserspeichern schlagen sich diese Partikel an Wand, Decke und Wasseroberfläche nieder. Durch die ständigen Kondensationseffekte gelangen die meisten Luftverunreinigungen in das Trinkwasser und fördern dort die Verkeimung. Ohne Luftfilterung können mehrere zehntausend Kolonien/ml Tauwasser auftreten. Eine zuverlässige Luftfilterung war unabdingbar und bedeutet für die Stadtwerke Saarbrücken geringere Desinfektionskosten, damit geringere Betriebskosten und eine sichere Einhaltung der Trinkwasserqualität. Insektengitter sind eindeutig nicht ausreichend. Hier werden nur Insekten, Kleinlebewesen und gröbere Partikel wie zum Beispiel Blätter abgeschieden. Alle anderen Verunreinigungen gelangen ungehindert in den Behälter. Erst recht gegen Anschläge mit giftigen Flüssigkeiten ist kein wirksamer Schutz gegeben. Eine zuverlässige Abscheidung der kleinen, hygienisch belastenden Partikel gewährleisten nur Schwebstoff-Filter. Es empfiehlt sich der Einsatz von S-Filtern mit einem Abschiedegrad von über 99,99%. Damit werden gerade auch die kleinsten, hygienisch sehr belastenden Partikel wie Bakterien, Viren, Keime, Pollen und Pilze zurückgehalten.
Zur sogenannten Vorreinigung empfahl  die Hans Huber AG  die Vorschaltung eines Feinfilters der Klasse F 5 mit einem Abscheidegrad von über 96%. Dieser schützt den S-Filter bei hoher Staubbeladung vor zu schneller "Überladung" und verlängert damit seine Standzeit. Ebenso wird hier Kondensat zurückgehalten, was im S-Filter zu höheren Druckverlusten führen würde. Und bei Bertriebsstörungen bietet er zusätzlich Sicherheit.  Da der Abscheidegrad von Filtern abhängig ist von der Anströmgeschwindigkeit und die Forderung nach einer Fabrikatsvereinheitlichung im Raum stand, musste jede der  neun Luftfilteranlagen richtig ausgelegt werden. Der Abscheidegrad liegt am unterschiedlichen Anteil der verschiedenen Wirkmechanismen, nämlich Sperr-, Diffusions-, Sieb- und Trägheitseffekt. Ohne Zwangsbelüftung bei freier Konvektion arbeiten die Filter – abhängig von der Bewirtschaftung – überwiegend im so genannten Schwachlastbereich. Die Luftgeschwindigkeiten durch den Feinfilter sind dann häufig so gering, dass die Teilchen im Luftstrom nicht mehr dem Trägheitseffekt unterliegen, sondern die Filterfasern umströmen. Also ist der Abscheidegrad bei kleinen Luftgeschwindigkeiten im Feinfilter nicht ausreichend. Der Schwebstofffilter hingegen arbeitet überwiegend mit dem Diffusionseffekt und reagiert auf Geschwindigkeitsänderungen toleranter. Die maximal auftretenden Zu- bzw. Abluftmengen wurden gemäß der hydraulischen Behälterauslegung vom Planer und vom Betreiber festgelegt. Weiteren Einfluss hat die Bewirtschaftung durch den Betreiber. Im Zuluftkanal gilt eine Luftgeschwindigkeit von max. 6-8 m/s als Obergrenze, denn darüber können unangenehme Luftgeräusche auftreten und es besteht die Gefahr von Kavitation und damit Beschädigung der Werkstoffoberfläche. Um eine einwandfreie und sichere Funktion des Gesamtkonzeptes zu gewährleisten, wurde jede der neun Anlagen von der Fa. Hans Huber AG unter o.g. Gesichtspunkten ausgelegt.   Nachdem der Druckausgleich im Trinkwasserspeicher nur noch über die Luftfilteranlage erfolgt, kann bei Rohrbruch oder Filterüberladung der zulässige Über- bzw. Unterdruck des Behälters überschritten werden. Deshalb musste zur Vermeidung von Schäden am Bauwerk ein Sicherheitsventil integriert werden.  Die einzelnen Luftfilterkästen wurden standardisiert und mit einer Druckdifferenzüberwachung ausgerüstet. Die Druckdifferenz ist abhängig von der Beladung der Filter und der Luftgeschwindigkeit. Die Druckdifferenzanzeige zeigt den optimalen Zeitpunkt des Filterwechsels an.   Ein ausreichender Korrosionsschutz der Luftfilteranlage ist durch den Werkstoff Edelstahl gegeben. Jedoch erst eine ordnungsgemäße Nachbehandlung nach der mechanischen und thermischen Bearbeitung  durch eine Vollbadbeizung und anschließender Passivierung sichert eine unübertroffene Lebensdauer zu.  Schutz vor mutwilligen mechanischen Beschädigungen ist durch eine stabile, einbruchhemmende Ausführung von Jalousie bzw. Lüftungskamin sichergestellt worden. Das Insektengitter sowie speziell gekantete Lamellen  versperren Injektionen mit Spritzen oder Schläuchen den Weg  Die im Gefälle verlegten Luftleitungen sammeln sämtliche Flüssigkeiten am Kondenswasserablauf.  Moderne Hochleistungsfilter aus hydrophobem Material stellen für Mikroorganismen keinen Nährboden dar. Nur wenige Keimarten sind überlebensfähig, doch findet kein Wachstum oder Durchwachsen der Filter statt. Eine sichere Rückhaltung aller bekannten Mikroorganismen ist somit gewährleistet. Die Stadtwerke Saarbrücken waren, in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt, dem planenden Ingenieurbüro Unger sowie der ausführenden Firma Burger Pumpen bei den einzelnen Baumaßnahmen mit der Firma Hans Huber AG bei einem Spezialisten, die sich der Umwelt verpflichtet fühlt.  Durch diese hervorragende Zusammenarbeit und der zukunftssicheren Investition können die Stadtwerke Saarbrücken auch in Zukunft ein hygienisch einwandfreies Trinkwasser dem Verbraucher zur Verfügung stellen.

Von Stefan Wittl

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