HUBER-Lösungen für die Textil- und Lederindustrie
Abwässer der Textil- und Lederindustrie enthalten viele Feststoffe, insbesondere auch Fasern und Haare. Durch das Waschen der Rohstoffe gelangt auch viel Sand in das Abwasser. In der Regel ist das Abwasser stark verfärbt und es enthält hohe BSB- und CSB-Frachten. Hierfür müssen hohe Starkverschmutzergebühren bezahlt werden. Es ist deshalb wirtschaftlich, die Frachten vor Ort so weit zu vermindern, dass das Abwasser ohne oder mit nur geringen Zuschlägen in die öffentliche Kanalisation oder sogar direkt in den Vorfluter eingeleitet werden kann.
Weiter...schließen
Die Anforderungen sind je nach Art und Größe des Betriebs, Abwassermenge und Frachten unterschiedlich. Während kleine Betriebe nur Feststoffe weitgehend abtrennen müssen, werden große Betriebe oft verpflichtet, auch ihre CSB- und BSB-Fracht zu vermindern.
Auflagen müssen natürlich sicher eingehalten werden; es ist aber oft wirtschaftlich, noch mehr zu tun, um die Abwasserkosten zu minimieren. Wegen des großen Wasserverbrauchs ist es oft wirtschaftlich, das Abwasser so gut zu reinigen, daß es als Betriebswasser im Kreislauf geführt werden kann.
Voraussetzung für eine maßgeschneiderte Lösung ist die genaue Betrachtung des Einzelfalles.
Anlagenkonzept
Verfahren
Verfahren
Verfahrensbeschreibung
Abwasser aus der Textil- und Lederindustrie enthält Feststoffe, Sand, Fasern, Farbstoffe, Fett und einen hohen BSB- und CSB-Anteil. Das Abwasser wird zunächst in unserer ROTAMAT® Kompaktanlage mit Feinsieb und Sandfang mechanisch vorgereinigt. Das Siebgut wird gewaschen und verdichtet, das Sandfanggut klassiert. Um auch Haare und Fasern zu entfernen, führen wir das Abwasser anschließend durch unser Mikrosieb (ROTAMAT® Membrane Screen RoMem) mit einer Maschenweite von 0,5 bis 1 mm.
Das mechanisch vorgereinigte Abwasser wird anschließend chemisch konditioniert. Art, Menge und Reaktionszeiten der zudosierten Chemikalien sind abhängig vom Einzelfall und ermitteln wir in der Regel durch Versuche. In jedem Fall verwenden wir polymeres Flockungsmittel. Das konditionierte Abwasser fließt durch eine HUBER Druckentspannungsflotation, in der die Feststoffe und Fett praktisch vollständig als Flotatschlamm abgetrennt werden. Auch die BSB- und CSB-Konzentration wird deutlich vermindert, so daß der Abfluß in die öffentliche Kanalisation eingeleitet werden kann.
Wenn das Abwasser direkt in den Vorfluter eingeleitet werden oder wenn es als Betriebswasser im Kreislauf geführt werden soll, muß es noch weiter behandelt werden. Eine Möglichkeit ist die Behandlung in einer HUBER VRM® Membran-Belebungsanlage, in der das Abwasser voll-biologisch gereinigt wird und danach keine Feststoffe und Bakterien mehr enthält. Bei etwas geringerer Anforderung konditionieren wir das Abwasser chemisch und reinigen es in unserem CONTIFLOW® Sandfilter chemisch/physikalisch.
Die Menge des Flotat- und Überschußschlamms vermindern wir in HUBER-Maschinen zur Schlammeindickung und Schlammentwässerung. Eine noch deutlich weitergehende Verminderung erreichen wir mit einem HUBER KULT® Schlammtrockner. Getrocknete Schlamm ist als Brennstoff verwertbar.
Bei der Umsetzung der Lösungen greifen wir auf weitere bewährte HUBER-Komponenten aus Edelstahl zurück, z.B. Förderschnecken, Schachtabdeckungen sowie Treppen, Laufstege und Geländer.

