Presse

Wasser für Owumunam in Ghana

26.07.2016
Die HUBER Technology Stiftung unterstützt Shepherd Pido und Jakob Reinhard von Technik ohne Grenzen: Das Bewusstsein bei der lokalen Bevölkerung für Wasser und dessen Kreislauf zu schaffen ist hier einer der Schlüssel für Nachhaltigkeit und damit für Erfolg.

Brunnenprojekte gibt es bereits sehr viele. Zum erfolgreichen Abschluss gibt es dann noch ein paar schöne Photos für die Spender und alle Beteiligten - und nach einigen Jahren ist dann häufig vieles vergessen. Dies ist auch der Grund, weswegen nach Schätzungen über 300 Millionen $ im Brunnenbau „verloren“ gegangen sind.

Eine Studie hat aber auch gezeigt, dass einige Brunnen - z.B. in Ghana - selbst nach 20 Jahren noch funktionieren. Anstatt hier einfach nur nach Wasser zu bohren, haben die Organisationen dort Strukturen und bei den Menschen vor Ort ein Bewusstsein für Wasser und dessen Kreislauf geschaffen.

Aus diesem Grund ist auch das Projekt in Owumunam stark interdisziplinär angelegt, da der ingenieurtechnische Ansatz zwar wichtig, aber nicht der größte Teil dieses Projektes ist. Hier geht es hauptsächlich darum, den Menschen vor Ort das nötige Wissen an die Hand zu geben: Einerseits über den Wert des Wassers und den richtigen Umgang damit und andererseits auch über die nötigen sozialen Strukturen, um den Brunnen langfristig zu erhalten. Nur so kann die Nachhaltigkeit gewährleistet sein. 

Das Dorf hat über das Sammeln eines Wartungs- und Reparaturfonds den ersten Schritt gemacht und gezeigt, dass sie gewillt sind, diesem Weg zu folgen. Durch die Kooperation zwischen der Regionalgruppe München von Technik ohne Grenzen und Cape Coast arbeiten die beiden Studenten Shepherd Pido und Jakob Reinhard mit ihrer Projektgruppe intensiv über kulturelle Barrieren hinweg zusammen. Durch die oftmals verschiedenen Sichtweisen können beide ihre jeweilige Perspektive erweitern und gemeinsam an einer optimalen Lösung arbeiten. Der Hauptfokus liegt daher auf der Entwicklung eines Wartungs- und Reperaturworkshops, der das Bewusstsein der lokalen Bevölkerung auf das Thema sensibilisieren soll, um dauerhaft den Bestand einer sicheren Wasserversorgung für das Dorf garantieren zu können.

Die HUBER Technology Stiftung wünscht dem Projekt einen erfolgreichen Abschluss und unterstützt die beiden Studenten mit einer Spende.