Presse

Erfolgreiches HUBER-Seminar in Afrika

22.02.2010
Die von HUBER in Accra/Ghana organisierte Veranstaltung „Advanced Solutions for Wastewater Treatment and Reuse in Africa“ stieß auf großes Interesse

1,4 Milliarden Menschen haben weltweit keinen Zugang zum sauberen Trinkwasser. Die Zahl derer, die unter Wasserknappheit leiden, wird sich nach UN-Prognosen von heute 700 Millionen Menschen bis zum Jahr 2025 auf 3 Milliarden Menschen vervielfachen.
Mehr als doppelt so hoch ist mit 2,6 Milliarden Menschen die Zahl derjenigen, die keinen Zugang zur sanitären Versorgung besitzen, also keine Toiletten und keinen Anschluss an Abwasserentsorgung -das sind ca. 40 Prozent der Weltbevölkerung.
Weltweit gehen 90% der Abwässer immer noch immer ungeklärt in Flüsse und Seen. Ein untragbarer Zustand, wenn man bedenkt, dass aus diesen Gewässern Menschen ihr Trinkwasser entnehmen.

Im Zusammenhang mit Trinkwasserknappheit und fehlender sanitärer Einrichtungen ist der afrikanische Kontinent sicherlich ein besonderer Brennpunkt und eine enorme Herausforderung.

Aus diesem Grund führte die HUER SE am 09. und 10.02.2010 einen zweitätigen Workshop mit dem Thema „ Advanced Solutions for Wate Water Treatment and Reuse in Africa“ in Accra (Ghana) durch.
An der Tagung nahmen über 100 fachkundige Teilnehmer aus Ghana, Nigeria, Uganda, Burkina-Faso und Senegal teil.

In seiner Eröffnungsrede ging Dr. -Ing. E.h. Hans Huber auf die Trinkwasserknappheit in Afrika sowie die vorherrschende Abwasserproblematik ein, welche es mit vorhandener, aber auch neuer und an die lokalen Gegebenheiten angepasster Technologie zu überwinden gilt. Herr Huber rief zum Dialog auf und betonte zugleich seine Kooperationsbereitschaft mit den afrikanischen Ländern.

In den nachfolgenden Vorträgen kamen dann auch zahlreiche Vertreter verschiedener afrikanischer Länder zu Wort und schilderten die Problematik sowie Lösungsansätze.

Mr. Antwi, President von GGEA (German Ghanaian Economic Association) führte in seinem Vortrag aus, dass es für seine Organisation eine große Freude sei, eine solche Veranstaltung mit organisieren zu dürfen. Abwasser ist ein hoch brisantes Thema in Ghana. Staat, Kommunen und die Privatwirtschaft arbeiten gemeinsam daran, die Abwasserentsorgung zu verbessern. Er erläuterte auch, welche Gesundheitsprobleme dadurch entstehen, dass das Abwasser ohne Vorreinigung in die Vorfluter eingeleitet wird.

Die Ministerin für Environment and Housing bedankte sich bei der HUBER SE für die Durchführung der Tagung und stellte die Abwasserentsorgung in Ghana dar. Nur 10% der Bevölkerung seien an eine Kläranlage angeschlossen,  somit gibt es einen enormen Bedarf im Land und angepasste Technologien inklusive dem notwendigen After-Sales-Service werden gesucht. Die Ministerin betonte, dass die Regierung in Accra an der Lösung der Abwasserprobleme mit Hochdruck arbeite.

In den anschließenden Diskussionen wurden Themen wie Finanzierung, Wartung & Reparaturen sowie Einbindung der Bevölkerung während der Entwurfsphase von Abwasserprojekten angesprochen. Was das Wasserangebot betrifft gibt es durchaus regionale Unterschiede: In einigen afrikanischen Ländern herrscht ausreichende Verfügbarkeit von Wasser, während andere Gebiete sehr wasserarm sind, dort besteht ein großes Interesse an Projekten für Abwasserwiederverwendung.

Insgesamt war es für alle Beteiligten eine sehr interessante und informative Veranstaltung. Für HUBER hat sich gezeigt, dass die Notwendigkeit für angepasste Abwassertechnolgie in Afrika sehr groß ist und die HUBER-Lösungen auf ein enormes Interesse stoßen.