Presse

Erfolgreiche Fachtagung "Klärschlamm" in Berching abgehalten

10.09.2003
Am 09. September 2003 fand in Berching erstmalig eine Fachtagung "Klärschlamm" statt. Hier bot die Hans Huber AG interessierten Fachleuten die Möglichkeit, sich über die aktuelle Situation der Klärschlambehandlung und -entsorgung zu informieren - ein Angebot, das von mehr als 600 Besuchern wahrgenommen wurde.

Mehr als 600 Fachleute in der vollbelegten Europahalle nutzten die Möglichkeiten sich über die aktuelle Situation der Klärschlambehandlung und -entsorgung zu informieren.

Während der Mittagspause gab es die Gelegenheit, die Maschinen und Verfahren zur Schlammbehandlung zu besichtigen

Mehr als 600 Fachleute besuchten diese erfolgreiche Fachtagung in Berching. Die Hans Huber AG als Systemanbieter für die Schlammbehandlung bot hier seinen Kunden, Interssenten und Fachleuten die Möglichkeit, sich über die aktuelle Situation der Klärschlammbehandlung und -entsorgung zu informieren, was - wie die sehr hohe Anzahl der Teilnehmer zeigt - hervorragend angenommen wurde.

Hierzu kamen Referenten aus der Wissenschaft, der bayerischen Staatsregierung und auch Betreiber der Kläranlagen zu Wort. Die Leitung der Veranstaltung hatte Univ.-Prof. Dr. Martin Faulstich: Faulstich ist Leiter des Straubinger Lehrstuhls für Technologie der biogenen Rohstoffe. Von 1994 bis zur Übernahme der Geschäftsführung des Entwicklungszentrums für Verfahrenstechnik (ATZ-EVUS) in Sulzbach-Rosenberg im Jahre 2000 hatte er eine Professur für Abfallbehandlung und Reststoffverwertung an der TUM in Garching inne.

Veränderte gesetzliche Auflagen erfordern eine Anpassung der Klärschlammentsorgungsstrategien. Nach der TA Siedlungsabfall ist eine Deponierung von Klärschlamm ab dem Jahr 2005 nicht mehr zulässig. Die landwirtschaftliche Verwertung und die Verwendung im Landschaftsbau werden durch eine erwartete Verschärfung der Anforderungen in Zukunft eingeschränkt werden. Des weiteren ist zu erwarten, dass die landwirtschaftliche Nutzung von Klärschlamm durch eine verminderte Akzeptanz für die landwirtschaftlichen Produkte zukünftig immer mehr eingeschränkt wird. Hinzu kommt das bei der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung stets relevante hygienische Risiko, das durch die BSE-Problematik neu akzentuiert wurde.
Aus diesem Hintergrund gewinnt die Klärschlammbehandlung zunehmend an Bedeutung. Neben einer weitgehenden Gewichts- und Volumenreduktion führt z.B. die Klärschlammtrocknung zu einem handhabbaren und heizwertreichen Produkt. Der Heizwert von Klärschlamm entspricht nahezu dem der Braunkohle. Hinzu kommt der wirtschaftliche Aspekt die Transportkosten, welche in Zukunft durch die LKW-Maut ansteigen werden, zu minimieren. Es wird deshalb, auch für kleinere Kläranlagen, notwendig Klärschlamm zu behandeln, sei es einfach nur durch eine Eindickung oder bei größeren Anlagen die Schlammentwässerung, um dann den vorbehandelten Schlamm zentral zu trocknen.

Der Vertreter der bayerischen Staatsregierung, Herr MR Spitznagel fasste zusammen, dass der Ausstieg aus der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung nur auf freiwilliger Basis erfolgen kann, sie kann nicht verboten werden. Die weitere Umsetzung der Novellierung der Klärschlammverordnung des Bundes wird deshalb von besonderer Bedeutung sein. Herr MR Spitznagel erörterte auch die Situation in unseren Nachbarländern: In Österreich wird teilweise auf die Ausbringung verzichtet, in Vorarlberg ist sie seit 01.01.99 sogar unzulässig. Schweden diskutiert ein Verbot, in den Niederlanden findet wegen strenger Grenzwerte de facto keine landwirtschaftliche Verwertung mehr statt. In der Schweiz ist seit dem 01.05.03 ein stufenweises Verbot eingeführt.

Die Hans Huber AG hat mit der Gründung des Geschäftbereiches "Schlammbehandlung" frühzeitig auf diese Entwicklung reagiert. Während der Mittagspause konnten sich die rund 600 Besucher über das umfangreiche Programm zur Schlammbehandlung der Hans Huber AG informieren. Ausgestellt war u.a. die neue ROTAMAT® Dekanterzentrifuge - eine Hochleistungszentrifuge zur Entwässerung von industriellen und kommunalen Schlämmen. Diese Dekanter-Zentrifuge wurde komplett neu von der Firma Huber entwickelt und liefert hervorragende Ergebnisse, der Vertrieb läuft äußerst positiv. Des weiteren war eine neue Huber Bogenpresse ausgestellt, die Siebbandpresse, welche durch den Kauf der Firma KLEIN in die Produktfamilie der Hans Huber AG integriert wurde, ist eine Weiterentwicklung von Huber und wird nun mit bis zu 12 Walzen angeboten.

Die Ausstellung wurde komplettiert durch Produktpalette der KULT®; Schlammtrocknung, das Modell der solaren und regenerativen Schlammtrocknung SRT wurde mit Klärschlamm betrieben, so dass sich die Besucher ein Bild vom getrockneten Klärschlamm machen konnten. Insbesondere die solare Trocknung fand großes Interesse. Sie ist in Kombination mit der Nutzung von regenerativer Energie, wie die des Kläranlagenablaufes, besonders für kleinere Kläranlagen bis zu 10.000 EGW interessant und bietet Alternativen zur vertraglichen Entsorgung über ein Entsorgungsunternehmen.

Ein Schweizer Besucher, der zusammen mit 25 Schweizer Gästen unserer Tochterfirma Picatech per Bus nach Berching kam, war überrascht wie intensiv das Thema Klärschlammentsorgung diskutiert wurde. Einige haben sich jetzt nachträglich gefragt was überhaupt und wie wenig in der Schweiz diskutiert wurde bis zum Entscheid - kein KS mehr in die Landwirtschaft ab 2006. Aber vielleicht ist es einfacher in einem Land das 12 mal kleiner ist als Deutschland.