Schneckenpresse RoS 3Q - Bilanz der Vorführungen 2007

Versuchsaufbau auf der Kläranlage
Transport der HUBER Vorführanlage

In die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit einer Schlammentwässerungsanlage gehen verschiedenste Parameter ein, die nur beim Test vor Ort im Realmaßstab seriös ermittelt werden können.

Entscheidender Faktor bei der Anschaffung einer Schlammentwässerungsanlage ist deren Wirtschaftlichkeit. Hierbei ist natürlich der reine Anschaffungspreis der Maschinentechnik von Bedeutung, aber auch die Kosten, welche durch den laufenden Betrieb der Anlage entstehen. Dazu zählt neben dem Strom und Wasserverbrauch des Aggregates in ganz entscheidendem Maße auch die Entwässerungsleistung, weil sie die späteren Entsorgungskosten bestimmt und der Verbrauch an Flockungshilfsmitteln. Der Personalaufwand zur Bedienung und Wartung der Technik sowie Ersatzteile und eventuelle Stillstandszeiten gehen ebenfalls in eine seriöse Wirtschaftlichkeitsberechnung ein. Bei all diesen Angaben muss sich der zukünftige Betreiber einer Schlammentwässerung auf mehr oder weniger fundierten Zusicherungen des Maschinenlieferanten verlassen. Werden diese Zusicherungen dann nach der Installation nicht eingehalten, entstehen erhebliche Folgekosten. Im schlimmsten Fall, z.B. bei mangelnder Entwässerungsleistung, sind ganze Entsorgungswege abgeschnitten. Aus diesem Grund bietet der Geschäftsbereich Schlammbehandlung für alle Baugrößen der Schneckenpresse RoS 3Q mobile Vorführanlagen zu Vorort Tests unter Realbedingungen an. So können sich Interessenten unverbindlich von der Leistungsfähigkeit einer RoS 3Q auf der eigenen Kläranlage überzeugen. Über das Kalenderjahr 2007 wurden so in Deutschland auf 14 Kläranlagen Tests gefahren, wobei die Belebtschlammanlagen für eine Schmutzfracht von 1.500 bis 15.000 EW ausgebaut waren. Entwässert wurde in allen Fällen Schlamm aus Stapelbehältern mit Trockensubstanzgehalten von 1,0 bis 10 %.

Der Glühverlust der Schlämme bewegte sich bei Schlammaltern von 40 Tagen bis 4 Monate zwischen 70 % und 23 %. Die nachfolgend genannten Werte sind Mittelwerte aller 14 Tests bei stabilem Betrieb und Nenndurchsatz der jeweiligen Maschinenbaugröße. Die Schneckenpressen RoS 3Q entwässerten im Mittel auf TR Gehalte von 26,7 %, wobei die Extremwerte bei 21 % und 42 % lagen. Dabei wurde ein durchschnittlicher Abscheidegrad von 96,4 % erreicht, in den besten Fällen wurden 98 % bestimmt, im schlechtesten Fall 93 %. Als spezifische Polymerverbrauch wurde über alle Tests 7,7?g Wirksubstanz pro kg Trockenmasse errechnet, der Spitzenwert lag bei sogar nur 3,5?g/kg, wobei aber auch zweimal 11?g/kg dosiert werden mussten. Wesentlicher Bestandteil der Vorführungen ist immer die Einweisung des lokalen Betriebspersonals und die Übergabe der Anlage für einen mehrtägigen, eigenhändigen Betrieb ohne HUBER Servicetechniker. So können sich die Betreiber schon vor dem eventuellen Kauf einer Schneckenpresse ein objektives Urteil über den späteren Aufwand zum Betrieb und der Wartung der RoS 3Q bilden. Aus den 14 Vorführungen wurden mittlerweile 11 Schneckenpressen beauftragt. Die RoS 3Q ersetzt dort Lohnentwässerer mit Siebband- und Kammerfilterpressen, sowie bisher fest installierte Zentrifugen und Siebbandpressen. Die RoS 3Q Vorführflotte wird 2008 um eine Maschine erweitert, welche komplett mit allem Zubehör auf einem PKW Anhänger montiert ist. So sind selbst abgelegene Kläranlagen einfach und kostengünstig erreichbar.

Von Harald Neumann
Produktmanager GB Schlammbehandlung

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