Neue MÜSE für Reinhalteverband St. Michael/Lungau in Österreich

Die neue maschinelle Überschußschlammeindickung komplett installiert auf der Kläranlage St. Micheal/Lungau in Österreich
Leistungsnachweis der maschinellen Überschußschlammeindickung auf der KA St. Michael/Lungau

Der Abwasserverband St. Michael/Lungau hat im Frühjahr 2000 im Bauabschnitt 10 die Ausrüstung für eine neue maschinelle Überschußschlammeindickung samt Zubehör ausgeschrieben. Als ausschreibende Stelle war das Büro Dipl. Ing. A. Plank – Bachselten in Kapfenberg tätig.

Die Auslegung der Maschine erfolgte unter der Vorgabe, dass der anfallende Überschußschlamm an 5 Arbeitstagen in einer Betriebsdauer von 7 h/Tag abgearbeitet wird. Demzufolge sind 30 m³/h Überschußschlamm mit einem Eintrags–TS-Gehalt von ≥ 0,7 % TS auf einen geforderten Austrags–TS-Gehalt von 6% TS unter Einhaltung von zu garantierenden maximalen Polymer-Verbräuchen bei unterschiedlichen Schlamm-Indexwerten bis ISV = 140 einzudicken.

Nach Prüfung durch das Ingenieurbüro sowie dem Abwasserverband bestätigte sich das Angebot von Huber als sogenanntes "Bestgebot", weshalb wir beauftragt wurden, den angebotenen Leistungsumfang gemäß Ausschreibung auszuführen. Die konkrete Auftragserteilung erfolgte im Juni 2000 mit der Maßgabe, bereits im Oktober 2000 einen stabilen, sicheren Betrieb der MÜSE (maschinelle Überschussschlammeindickung)  umzusetzen.

Bereits im September 2000 erfolgte deshalb durch uns die  mechanische und elektrische Montage, so dass ab 4.10.2000 durch unseren Anwendungstechniker, Herrn Stadler, im Dauerbetrieb der Leistungsnachweis erbracht wurde. Wie nebenstehende Tabelle zeigt, wurden die im Leistungsverzeichnis geforderten Werte bestätigt, ja sogar weitestgehend um einiges übertroffen. Speziell ist hierbei natürlich der für einen Anlagenbetreiber aus Kostengründen sehr wichtige Wert des Flockungshilfsmittelverbrauches zu nennen. Dazu haben wir in unserem Angebot einen Verbrauchswert von 3,5g Wirksubstanz pro Kilo TS garantiert bei einem Eingangs – TS von 1,0% und einem ISV von 100. Tatsächlich erreicht werden Werte unter 2g Wirksubstanz pro Kilo TS bei einem Eingangs-TS von 1,48% TS und einem ISV von 120 – natürlich bei Einhaltung der geforderten Durchsatzmenge von 30 m³/h - und einem Ausgangs–TS größer 6% TS.
Der Geschäftsführer des Reinhalteverbandes St. Michael/Lungau, Herr Aigner, sowie der zuständige Klärfacharbeiter, Herr Payer, zeigen sich deshalb auch mit den Betriebsergebnissen der neu installierten Maschine sehr zufrieden und bestätigen auch, dass die Abwicklung des erteilten Auftrages problemlos und zur vollsten Zufriedenheit erfolgte. Beide sind gerne bereit, andere Interessenten (Klärwerksbetreiber und Planer) über ihre Erfahrungen in Verbindung mit der MÜSE im Detail zu informieren.

Von Anton Neger