Klärschlammsiebung im Klärwerk Waßmannsdorf beseitigt Betriebsstörungen

Anlagenaufstellung eines Grobstoffabscheiders STRAINPRESS® SP-4 in Berlin-Waßmannsdorf
Verstopfte Umlenkkanäle im Plattenwärmeaustauscher

Die starke Verunreinigung des Primärschlammes mit nicht gesiebtem Rechengut im Klärwerk Berlin-Waßmannsdorf führte zu erheblichen Betriebsstörungen.
Eine Primärschlammsiebung mit dem Durchlauf-Grobstoffabscheider STRAINPRESS® beseitigte die Betriebsstörungen gänzlich und führte zu einer optimalen Betriebsführung. Bei dem Grobstoffabscheider handelt es sich um ein geschlossenes geruchsdichtes "In–line-System", welches in eine Druck-/Saugrohrleitung integriert ist. In einem Arbeitsgang werden Grobstoffe aus Flüssigkeiten gesiebt, entwässert und kontrolliert ausgetragen.

Das Klärwerk Waßmannsdorf der Berliner Wasserbetriebe wurde in den letzten Jahren für eine Reinigunsleistung von 230.000 m³ Abwasser/Tag ausgebaut. Gegenwärtig beträgt die Reinigungsleistung ca. 140.000 m³ Abwasser/Tag. In den Zulauf der Abwasserreinigungsanlage wurden vier sogenannte Umlaufrechen eines Wettbewerbers mit 8 mm Lochblechsegmenten eingebaut, die jedoch nicht verhindern können, dass fasrige Stoffe sowie Haare vor allem in die Vorklärung aber auch in die Nachklärung gelangen und dort sedimentieren. Diese Stoffe finden sich dann im Mischschlamm wieder und verursachen Verstopfungen und erhebliche Ablagerungen in den Plattenwärmeaustauschern und an den Anströmkanten der Platten vor der Schlammfaulung. Die Folge davon war, dass jeder der vier Wärmeaustauscher einmal wöchentlich geöffnet und gereingt werden musste. Dies war ein sehr arbeitsintensiver Vorgang, verbunden mit starker Geruchsbelästigung. Mit der Installation von zwei STRAINPRESS® SP Maschinen wurde das Problem beseitigt. Die den Wärmeaustauschern vorgeschalteten  Mono-Muncher, die vormals Verzopfungen verhindern sollten, wurden stillgelegt.

Der Durchlauf-Grobstoffabscheider STRAINPRESS® ist eine horizontal liegende, röhrenförmige Vorrichtung zur kontinuierlichen Feststoffabtrennung aus  Klärschlämmen. Der Abscheider ist unterteilt in eine Einlauf- und Antriebszone, eine Siebzone, eine integrierte Presszone und einem Austragsteil mit pneumatischem Staukonus. Die zu behandelnde Flüssigkeit wird durch die Siebzone gedrückt oder gesaugt. Die auf der Siebfläche zurückgehaltenen Grobstoffe werden von einer als Räumervorrichtung dienenden Schnecke zur Presszone transportiert. Unter langsam steigender Kompression werden die Grobstoffe zu einem Pfropfen zusammengepresst. Das Presswasser und die Flüssigkeit aus der Siebzone werden gemeinsam durch einen Ablaufstutzen den weiteren Verfahrensstufen zur Abwasserreinigung zugeführt. Fremdwasserzuführung für die Siebreinigung wird nicht benötigt.

Der gesamte Mischschlamm wird dann unmittelbar vor den Wärmeaustauschern gesiebt. Die sich im Mischschlamm befindlichen  faserigen Stoffe und Haare werden separiert und kompaktiert aus dem Schlammstrom ausgeschleust. Die  STRAINPRESS® wird mit je 60 m³ Mischlamm in der Stunde im Freispiegel beschickt, oder mit einem leichten Unterdruck durch die nach den Durchlauf-Grobstoffabscheidern installierten Pumpen gesaugt. Dabei beträgt die Zulaufkonzentration des Primärschlamm zwischen 2 und 3 % TR. Täglich wird etwa 1 t Rechengut mit rund 42 % TR in gepresster Form abgetrennt.

Betriebsinterne Untersuchungen zeigten, dass die Effizienz der STRAINPRESS® sehr hoch ist. Seit Inbetriebnahme im April 2000 sind die Plattenwärmeaustauscher wartungsfrei.

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