Einzigartiger Schlammeindicker jetzt auch für Durchsätze bis 80 m³/h

Parallelinstallation RoS 2S BG 2 zur Eindickung von bis zu 80m3/h
Scheibeneindicker RoS 2S Baugröße 2 in der Schweiz

Die zuverlässige Funktion des Scheibeneindickers hat auf Kläranlagen bis 30 000 EW zur weiten Verbreitung geführt. Die neue Baugröße zur Eindickung von bis zu 40 m³/h pro Maschine steht nun, nach erfolgreich beendeter Testphase, auch für Anwendungen bis 200 000 EW zur Verfügung.

Seit über 7 Jahren steht der patentierte HUBER Scheibeneindicker RoS 2S für innovative Schlammbehandlung aus dem Hause HUBER. Der große Erfolg der kleinen Maschine beruht neben den günstigen Investitionskosten und dem verblüffend einfachen Funktionsprinzip vor allem auf der großen Anzahl zufriedener Betreiber. Nicht umsonst verbreitet sich die RoS 2S gerade innerhalb von Kläranlagennachbarschaften mit beeindruckender Geschwindigkeit. Das Thema Life-Cycle-Costs, also die Lebenszykluskosten einer Anlage von der Entwicklung über die Investition und den Betrieb bis hin zur Entsorgung, war schon bisher eine Paradedisziplin des Scheibeneindickers.

Im Rahmen einer konstruktiven Überarbeitung der Maschine wurden insbesondere die während des Betriebes auflaufenden Kosten für Verschleißteile näher untersucht. Das einzige kostenrelevante Verschleißteil des Scheibeneindickers ist der Siebteller mit seiner darunter liegenden Gleitlagerung und den auf dem Siebgewebe schwimmenden Schikanen zur Schlammumschichtung. Die Wartungs- und Verschleißteilkosten werden während der Planungsphase oft unterschätzt, können dann während des Produktlebenszyklus aber zum bestimmenden Kostenfaktor anwachsen. Die Ergebnisse der Marktuntersuchung sind verblüffend:
Für die 165 seit 2000 in Betrieb befindlichen Scheibeneindickern wurden bisher erst 9 Stück Ersatz-Siebteller gefertigt. Bei genauerem Hinsehen wurden davon 4 Stück Siebteller durch „Gewalteinwirkung“  beschädigt, weil z.B. Werkzeug in der Maschine vergessen, oder versehentlich Sandfanggut auf die Maschine gepumpt wurde. In 7 Jahren mussten also insgesamt nur 5 Siebteller wegen Verschleiß ausgetauscht werden, das entspricht einer „Verschleißquote“ von unglaublichen 3 % aller im Markt befindlichen Maschinen.

Die Aufnahme des Scheibeneindickers in das DWA Merkblatt M 381 „Eindickung von Klärschlamm“ ist in diesem Zusammenhang ein Zeichen für die anerkannte Leistungsfähigkeit der bisher oft als „Exot“ bezeichneten Maschine. Das einzige Manko des Scheibeneindickers, der auf 15 bis 20 m³/h begrenzte Durchsatz, gehört nun auch der Vergangenheit an. Die beiden ersten Ausführungen der neuen Baugröße dicken nun seit Monaten, ohne jegliche Nachbesserung, als Festinstallationen unter Realbedingungen Klärschlamm ein.

So wurde im Schweizer Kanton St. Gallen ein nur 6 Jahre alter Trommeleindicker wegen immensen Polymerverbrauchs durch die neue große RoS 2S ersetzt. Seit nun 7 Monaten werden auf der 100 000 EW Kläranlage stündlich 35 m³/h Dünnschlamm mit einem Feststoffgehalt von 1% auf ca. 6 % über die RoS 2S BG 2 eingedickt. Trotz der kritisch zu konditionieren Schlammzusammensetzung, das Abwasser stammt dort zu 90 % aus einem Schlachthof, einer Tiermehlfabrik und einer Kosmetikproduktion, konnte der Polymerkonsum bei deutlich verbesserter Filtratqualität um über 30 % gesenkt werden.
Die zweite BG2 beweist in Oberbayern seit nun 5 Monaten ihre Marktreife. Ausschlaggebende Argumente für den Kauf der „großen Scheibe“ im Wettbewerb zu Bandeindickern und Eindickzentrifugen waren dort:

  • günstigste Investitionskosten
  • geringster Personal-/Reparaturaufwand
  • geringster Energie- und Wasserverbrauch
  • mehrere RoS 2S Referenzen in der KA Nachbarschaft

Auf der 78 000 EW Kläranlage werden seitdem stündlich ebenfalls 35 m³/h mit einer Feststofffracht von 210 kg/h eingedickt. Der rein kommunale Überschussschlamm kann mit einem Polymerverbrauch von 2,6 g Wirksubstanz pro kg Feststoff bei einem Abscheidegrad von 98,5 % auf 6,8 % im Schlammaustrag eingedickt werden. Während der Leistungsfahrt konnte der Durchsatz problemlos auf 40 m³/h gesteigert werden, bei gleichem Polymerverbrauch und Filtratbelastung senkte sich dabei lediglich der Feststoffgehalt im Schlammaustrag auf 5,5 %.

Die von Anfang an einwandfreie Funktion der beiden großen Scheibeneindicker führte innerhalb kürzester Zeit zu Aufträgen über 5 Stück weitere Maschinen. Damit legt die neue Baugröße einen rasanten Start vor, der sich auch über die Grenzen des deutschsprachigen Raumes hinaus herumgesprochen hat. So existieren derzeit aus den USA mehrere Aufträge für „Double-Installations“ zur Eindickung von bis zu 80 m³ stündlich. Hierbei werden 2 Scheibeneindicker parallel betrieben, wobei die Beschickung mit Dünnschlamm aus nur einem einzigen Flockungsreaktor erfolgt, der Dickschlammsammeltrichter kann ebenfalls von beiden Maschinen gemeinsam genutzt werden. So ergeben sich Investitionskosten für eine 70 bis 80 m³/h Installation unterhalb des Niveaus eines Bandeindickers gleicher Kapazität. Die dabei redundante Ausführung des Eindickers selbst bietet dabei nicht nur für industrielle Anwendung eine interessante Alternative zu herkömmlichen Eindickverfahren.

Überzeugen sie sich selbst von den Vorteilen des Huber RoS 2S bei einem Besuch auf einer der vielen Referenzanlagen, beim Prüfen eines technischen Angebotes oder beim Testen unserer Vorführanlage.

Von Harald Neumann, Produktmanager GB Schlammbehandlung

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