Durch die Schlammentwässerung werden geringe Betriebs- und Wartungskosten garantiert

RoS 3Q 440 mit Schlammübergabe in Förderschnecke Ro 8t
Förderschnecke Ro 8t mit Schlammabwurf auf Lagerplatz

Das Ingenieurbüro Klenke wurde vom Abwasser- zweckverband „Planetal“ zu einer Untersuchung einer effizienten Schlammentwässerungsanlage für die KA Brück beauftragt. Dazu wurden alle gängigen Systeme (Kammerfilterpresse, Zentrifuge, Siebbandpresse etc.) auf ihre Gesamtwirtschaftlichkeit hin geprüft.
Es erfolgte eine teilfunktionale Ausschreibung bei der neben den Investitionskosten auch ein ausführlicher Nachweis der Betriebskosten, insbesondere des elektrischen Verbrauches und der Wartungs- und Verschleißteilkosten als Grundlage der Auftragserteilung gefordert war. In diese Wirtschaftlichkeitsberechnung gingen neben den reinen Investitionskosten auch der Strom- und Wasserverbrauch, der Personalaufwand für den Betrieb und die Wartung, die Ersatzteilkosten sowie auch der Entwässerungsgrad und die Kosten für das Polymer ein. Neben dem günstigen Anschaffungspreis waren aber vor allem die niedrigen Energiekosten und der zeitliche und finanzielle Aufwand für die Wartung ausschlaggebend. Die gesamte Anlage mit den peripheren Ausrüstungen wie Beschickungspumpe, Polymeranlage und Schlammtransport hat derzeit einen Verbrauch von ca. 0,045 kW / kg TS.

Unter Berücksichtigung der Kosten für die Investition und den Betrieb entschied sich der Auftraggeber für den Einsatz einer Schneckenpresse RoS 3Q Baugröße 440. Nach den vorbereitenden Maßnahmen wurde die Anlage im Oktober angeliefert und montiert. Am 27.11.2008 ging die Anlage in Betrieb. Neben dem Einsatz mehrerer Polymere zur Optimierung des Entwässerungsergebnisses wurde auch das Betriebspersonal ausführlich in die Anlage eingewiesen. Seit diesem Zeitraum wird die Maschine ca. 40 h pro Woche betrieben und arbeitet bis zum heutigen Zeitpunkt störungsfrei.

„Die Maschine erfüllt voll und ganz die an sie gestellten Erwartungen in allen Belangen“, sagt Herr Berg, Leiter der Kläranlage Brück. Herr Berg probierte bisher mehrere verschiedene Polymersorten aus, um zu einem optimalen Betriebsergebnis zu gelangen. Derzeit wird die Maschine mit einer Durchsatzleistung von 4 m³/h gefahren. Das Entwässerungsergebnis beträgt bei einem Eingangs TS-Gehalt von 3 % im aerob stabilisierten Überschussschlamm mehr als 20 % TS im Schlammaustrag.

Gerade im Bereich einer Kläranlagenausbaugröße zwischen 5000 bis 15000 EW stellt die Scheckenpresse RoS 3Q mit Durchsatzleistungen bis 5 m³/h eine interessante Alternative gegenüber anderen Entwässerungssystemen dar. Dies begründet sich in allererster Linie in den geringen Betriebs- und Wartungskosten, aber auch in dem günstigen Preis-Leistungsverhältnis bei der Investition. Die langsam laufende Schneckenwelle, die den Schlamm über Siebabschnitte vorentwässert und über einen pneumatischen gesteuerten Gegenkonus das Restwasser aus dem Schlamm presst hat neben dem geringen Verschleiß einen weiteren, nicht zu unterschätzenden, Vorteil. Der Geräuschpegel der Maschine ist sehr gering, so dass diese Belastung des Bedienpersonals nicht mehr gegeben ist.

Wir möchten uns an dieser Stelle für die gute Zusammenarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen beim IB Klenke und dem Abwasserzweckverband „Planetal“ bedanken.

Von Ralf Wüstneck, Büro Brandenburg

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