Der HUBER Solartrockner überzeugt durch einzigartige Variabilität bei Beschickung und Austrag

Am Ende der Trocknerfläche ersetzt eine leichte Edelstahlkonstruktion Straßen, Wendeplätze und große Tore im Gewächshaus
Der Wender kann auf seiner Rückfahrt den trockenen Schlamm in eine Schnecke ablegen, die im Boden versenkt ist.
An der „Halfpipe“ wird der trockene Schlamm vom Wender aufgenommen
An der „Halfpipe“ liegt der trockene Schlamm der entweder aus dem System genommen wird oder zum Rückmischen verwendet werden kann.

Auf- und Abgabe erfolgen bei diesem Solartrocknersystem der HUBER SE auf einer Giebelseite – und der Schlamm kommt trocken zurück.

Im Jahr 2014 konnte die HUBER SE die Erfolgsgeschichte ihres Solartrocknersystems fortschreiben. Neben Anlagen in Übersee und Europa konnte das SRT-System im Fall Bayreuth überzeugen und den Ausschreibungswettbewerb für sich entscheiden.

Der HUBER SRT konnte sich in Bayreuth durchsetzen, da das Konzept die Platzverhältnisse vor Ort geschickt zu nutzen weiß und die Fläche optimal verwendet. Mit der Aufgabe des Press-/Nassschlammes und der Abgabe des trockenen Granulates an einer Giebelseite der Trocknungshalle wird nun eine Schlammbehandlung realisiert, die die gesamte Anlagentechnik bündelt, also an nur einem Ort kompakt platziert. Gleichzeitig konnte der Flächenverbrauch – das Versiegeln von Boden – minimiert werden. Straßen und Wendeplätze konnten ersatzlos entfallen.

Auch in Polen, in der Nähe von Warschau, bei dem Projekt Lomianki konnte sich das SRT-System mit „Einbahnstraßen“-Ausführung durchsetzen. Im Vergleich mit Bayreuth, wo auf knapp 7.000 m² Fläche fünf Trocknungslinien der Baugröße SRT 11 zum Einsatz kommen, werden hier zwei SRT 11 Trocknungslinien mit ca. 2.000 m² Fläche gebaut.

Schon vor Jahren erprobte die HUBER SE erfolgreich, mit dem SRT-Schlammwender die Auf- und Abgabe des Schlammes an einer Giebelseite zu realisieren. Auf der Kläranlage Marktbergel wurde das Konzept erstmals im Jahr 2008 umgesetzt. Der „Doppelschaufel-Schlammwender“ transportiert den Schlamm durch das Gewächshaus, während er gleichzeitig trocknet. Der Schlamm verwandelt sich vom klebrigen, biologisch aktiven Presskuchen in ein körniges, stabiles Granulat. Durch eine von HUBER entwickelte, vollautomatische Klimaregelung wird die durch die Sonne zur Verfügung gestellte Energie optimal ausgenutzt und die Wasserverdampfung maximiert.

Das entstandene Trockengut fällt grundsätzlich am gegenüberliegenden Ende der Nassschlammaufgabe an. Dank seiner Konstruktion kann der HUBER SRT-Wender mit einer seiner beiden Schaufeln den trockenen Schlamm an einer speziellen halbrunden Edelstahlkonstruktion, die die Trocknerfläche beendet, der sogenannten „Halfpipe“, aufgreifen und zurücktransportieren. Quasi huckepack wird das körnige Granulat im Stauraum der Schaufel zurückgeführt.

Im Fall Lomianki fällt der getrocknete Schlamm in einen Stauraum. Aus diesem Bunker, der nichts anderes ist als ein Höhensprung der Trocknerfläche, kann ein Radlader den durch Trocknung auf ein Minimum reduzierten Schlamm anschließend auf einen LKW verladen.

Im Fall Bayreuth fällt das Trockengut in einen Schneckenschacht und wird automatisiert abgeführt. Der Stauraum des Abwurfs ist maschinentechnisch nachgebildet und ebenfalls automatisiert. Die Ladezeiten für einen Lastwagen können dadurch auf 30 Minuten minimiert werden.

Die erfolgreiche Entwicklung des SRT im Jahr 2014 wird sich auch im Jahr 2015 fortsetzen. Kunden weltweit interessieren sich für die nachhaltige, wirtschaftliche und einfache Technik, die den Abfall Klärschlamm ein Stück weit zu einem Wertstoff macht.

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