Bauarbeiten für Klärschlammmonoverbrennungsanlage Hannover-Lahe haben begonnen

slude2energy GmbH liefert komplette Anlagentechnik

Anfang 2020 wurde die sludge2energy GmbH durch die enercity Contracting GmbH beauftragt, die gesamte Anlagentechnik für eine moderne Klärschlammmonoverbrennungsanlage am Standort des Abfallbehandlungszentrums Hannover-Lahe zu planen und zu errichten.

[Deutsch] Anchor cage for chimney tied into reinforcement
Ankerkorb für Kamin in Bewehrung eigebunden
[Deutsch] Column inserts tied into reinforcement
Stützeneinbauteile in Bewehrung eingebunden
[Deutsch] Preparation of the raised floor for control equipment rooms
Vorbereitung des Doppelbodens für Schaltanlagenräume

Neben der gesicherten regionalen Klärschlammverwertung ist vor allem die hohe energetische Gesamteffizienz der Klärschlammverbrennung und der energieautarke Betrieb in Hannover-Lahe ein wichtiges Projektziel. Bis zum Jahr 2030 will der Energiedienstleister enercity die hannoversche Wärmeversorgung zu 80 Prozent mit erneuerbarer Energie abdecken. Ein wichtiger Baustein ist hier die Realisierung der KVA Lahe. Die verfügbare Wärme aus der Monoverbrennung von kommunalen Klärschlamm wird ins Fernwärmenetz der enercity AG eingespeist und steht somit dem Endverbraucher als klimafreundliche und nachhaltige Wärme in Hannover zur Verfügung. Nach Inbetriebnahme der Anlage sollen zukünftig 5.000 Haushalte von der Wärme der Klärschlammverbrennungsanlage profitieren.

Die Kapazität der thermischen Klärschlammverwertung nach neuesten Stand der Technik beträgt 30.000 t TS pro Jahr. Dies entspricht einer Klärschlammmenge von ca. 130.000 t/a entspricht. Das Projekt befindet sich aktuell mit der Erstellung des Rohbaus in der Ausführungsphase. Als erster Schritt wurde am zukünftigen Standort der KVA Lahe die Sauberkeitsschicht für das Betriebsgebäude und Kesselhaus sowie der Annahmebunker betoniert. Parallel zu den vorbereitenden Bauarbeiten vor Ort erfolgte die weitestgehend Finalisierung des Detailengineerings der Verbrennungsanlage in enger Absprache mit der Planung der Bautechnik. Somit konnten die ersten Einbauteile für den Anlagenstahlbau und der Ankerkorb für den Kamin bereits Anfang des Jahres 2021 auf die Baustelle geliefert werden. Im ersten Quartal 2021 starteten die ersten Betonagearbeiten der Bodenplatte und der Sockel für die Stahlbaustützen des Kesselhauses. Zuvor wurde das Einbinden der Stützeneinbauteile und des Ankerkorbs in die Bewehrungseisen vorgenommen. Im weiteren Verlauf der Baumaßnahmen wird der Treppenturm und der Mischbunker für den angelieferten Klärschlamm in Gleitbauweise betoniert. Die Baustelle wird parallel für die anstehenden (Vor-) Montagen vorbereitet und eingerichtet.

Die Fertigung der Komponenten Kessel, Rauchgasreinigung und Turbine sind im Februar 2021 gestartet. Aufgrund der eingeschränkten Durchfahrtshöhe zur Baustelle können nicht alle Anlagenkomponenten vorgefertigt auf die Baustelle geliefert werden. Die Vormontage der Großteile, wie beispielsweise des Wirbelschichtofens (S2E-Fluidizers) erfolgen gegen Ende des zweiten Quartals 2021 vor Ort. Parallel soll die Montage des Anlagenstahlbaus des Kesselhauses in Absprache mit der Grobteilmontage der Anlagentechnik starten. Die Baumaßnahmen sollen schließlich bis Mitte 2022 erfolgreich abgeschlossen werden. Anschließend findet die Inbetriebnahme der Klärschlammmonoverbrennung in Hannover-Lahe statt, so dass die Aufnahme des kontinuierlichen Regelbetriebs zum Beginn 2023 erfolgen wird.