Die Spreu vom Weizen trennen: Was muss ein guter Sandwäscher können?

Mit der Markteinführung unserer COANDA Sandwaschanlage im Jahre 1994 und der damit verbundenen Erfolgsgeschichte ließ der Wettbewerb nicht lange auf sich warten. Zuerst wussten, Gott sei Dank, die allermeisten Marktbegleiter nicht so recht, was sie von unserem Produkt halten sollten. Aber mit der steigenden Marktnachfrage kamen alle „Freunde“, nach und nach auf den Plan, Sandwaschanlagen zu entwickeln. Zuerst in Deutschland, der Keimzelle dieser Innovation, später auch im Ausland, wo bekanntlich sehr oft ohne Skrupel rigoros kopiert wird.

Aber kein Sandwäscher ist in Sachen Funktion und Effektivität annähernd vergleichbar mit unserer COANDA Sandwaschanlage. Zur Beurteilung eines guten Sandwäschers muss deshalb immer die Abscheideleistung, die Waschleistung, also die Qualität des gewaschenen Sandes, und der Verschleißschutz berücksichtigt werden. Mittlerweile wurden knapp 2.000 COANDA Sandwaschanlagen von HUBER verkauft.

Abscheideleistung:

Wollen Sie Sand abscheiden oder Containerstellplatz?
Wollen Sie Sand abscheiden oder Containerstellplatz?

Die Abscheideleistung einer Sandwaschanlage hängt grundsätzlich von der Art der Zuführung, von der Wasseroberfläche der Anlage und von den Ablaufeigenschaften ab. Zusätzlich muss aber immer auch ein beruhigter Abscheideraum, also ein Wasservolumen zur Verfügung stehen, dass dem Feststoff (hier Sand und Organik) die Möglichkeit bietet, rasch zu sedimentieren. Eine gut funktionierende Sandwaschanlage zeigt sich dadurch, dass sie auch immer sehr viel Organik abscheidet. Eigene Messungen in einem Versuchsstand und externe Messungen an einen Hochschule belegen, dass eine mittige Zuführung mittels Drallkammer und COANDA-Tulpe beste Voraussetzungen für eine gute Abscheidung bringen. Nur der vorteilhafte Zulauf in Verbindung mit einer großen Wasseroberfläche (geringe Oberflächenbeschickung) und einer umlaufenden Überfallschwelle reduziert die Geschwindigkeit von Zulauf zu Ablaufschelle deutlich, so dass Sandpartikel ≥ 200 µm sicher abgeschieden werden. Durch den Einsatz der Überfallschwelle wird ein induzierter Sog, also eine Flüssigkeitsbeschleunigung, vom Ablauf vermieden. Jedoch kann eine noch so gut dimensionierte Sandwaschanlage keine ordentlich Abscheiderate bringen, solange nicht genügend freier Absetzraum zur Verfügung steht. Bekanntlich sedimentieren mit dem feinen Sand auch viele schwere organische Partikel, die dann nur durch eine Geschwindigkeitserhöhung aus der Anlage „geblasen“ werden könnten. Dieses Phänomen würde aber gleichzeitig zum Verlust des feinen Sandspektrums von 200 – 350 µm führen. Durch den Einsatz unseres patentierten Organikabzugs können wir nun diese schwere Organik einfach am Ende eines Waschprozesses abziehen und somit immer einen optimalen Absetzraum für alle Partikel bieten.

Waschleistung:

COANDA Sandwaschanlage RoSF 4: Überlegen in Funktion und Sandausbeute
COANDA Sandwaschanlage RoSF 4: Überlegen in Funktion und Sandausbeute

Natürlich hatten wir mit unserem gültigen Patent einen relativ umfänglichen Kopierschutz vom Patentamt erhalten, so dass die Wettbewerber nicht bedingungslos „abkupfern“ konnten. Deshalb versuchte jede Firma, sich irgendwie um einen der markanten Patentansprüche zu drücken. Letztendlich hatten alle Sandwäscher auch einen konischen Behälter mit schräger Sandaustragschnecke, hatten alle eine Drucksonde und alle installierten einen Organikabzug an den Behälter, ohne zu wissen, wofür dieser überhaupt nötig ist. Manche versuchten auch, das Rührwerk durch Druckluft zu ersetzen, ohne zu berücksichtigen, dass dann die Drucksonde nicht mehr kontinuierlich stabile Messwerte bringt. Frühere Kollegen begannen, den patentierten Düsenboden zu umgehen und installierten bloße Verteilerkanäle in die Waschzone des Wäschers. Leider kann dadurch kein stetiges Wirbelbett erzeugt werden, so dass diese Art von Sandwaschanlage einmal wäscht und ein anderes Mal den garantierten Glühverlust von < 3% bei weitem nicht einhält. Wiederum Andere suchten ihr Heil in einem schnell laufenden Rührwerk bei 40 U/min., um den Wirbelpunkt zu überschreiten und somit den Sand zu waschen. Leider kann bei dieser Geschwindigkeit im Behälter der Druckaufnehmer keinen sicheren Messwert liefern. Zusätzlich ist bei diesem Fabrikat der Verschleiß enorm groß. Die allermeisten Fabrikate kümmern sich überhaupt nicht um ein homogenes Wirbelbett und rühren ohne Unterlass im abgesetzten Feststoff. Das kann schon gutgehen, solange fast kein Sand zu waschen ist. Kommt aber einmal etwas mehr Sand, dann spuckt die Austragschnecke wie ein Klassierer den Sand mit der Organik aus oder der Sand verlässt die Anlage über den Ablauf (siehe Abb. 1) Die Litanei, wie der Wettbewerb versucht den Sand zu waschen, ließe sich noch lange weiterführen, was aber den Rahmen des Artikel sprengen würde. Es sei aber noch erwähnt, dass ganz schlaue ausländische Wettbewerber unsere COANDA Sandwaschanlage äußerlich 1:1 kopieren. Leider haben sie weder das Know-how noch Ahnung, wie ein Sandwaschprozess richtig geregelt werden muss.

Verschleißschutz:

Sand ist bekanntlich ein sehr fieser Stoff in Sachen Verschleiß. Gerade dann, wenn dieser Sand in Bewegung gebracht wird. Nicht umsonst werden auf Kläranlagen aufwendige Sandfänge betrieben, um die Standzeit von Pumpen und Rohrleitungen zu erhöhen. Bei unserer COANDA Sandwaschanlage haben wir deshalb von Anfang an dem Verschleißschutz einen großen Stellenwert gegeben. Bei den drehenden Aggregaten (Rührwerk, Schnecke) werden hohe Relativgeschwindigkeiten vermieden. Zusätzlich wird die Sandaustragschnecke mit einem aufwändigen Gleitlager (Siliziumcarbid/Hartguss) beidseitig gelagert, so dass die Wellenschnecke nicht im Fördertrog schleift. Eingeschweißte Förderleisten, Plastikschalen oder billige Lager haben bei Sand nichts zu suchen. Das Rührwerk arbeitet in der COANDA Sandwaschanlage immer nur in einem homogenen Wirbelbett, so dass der fluidisierte Sand nur einen geringen Wiederstand den Rührarmen entgegensetzt. Ein langsamer Verschleiß lässt sich aber dennoch nicht vermeiden. Deshalb sind alle Rührarme aus  30 mm Vollmaterial. Mit der geringen Relativgeschwindigkeit und dem massiven Werkstoffeinsatz können wir eine Standzeit von ca. 20.000 Betriebsstunden gewährleisten.

Fazit:

Sofern Sie sich für eine Sandwaschanlage interessieren, sollten Sie bei der Prüfung der Angebote immer folgende Merkmale hinterfragen:

  • niedrige Oberflächenbeschickung
  • umlaufende Überfallkante
  • separater Organikabzug
  • Sandwäsche und Sandaustrag auch während Beschickung
  • Funktion der Wäsche / Fluidisierung
  • beidseitig gelagerte Schnecke
  • hoher Feststoffdurchsatz

In Sachen Sandwäsche sind Sie bei uns am besten aufgehoben (siehe Abb. 2). Wir wollen Ihnen nicht schnell ein paar hundert Kilogramm Edelstahl verkaufen, sondern eine Anlage liefern mit der Sie so richtig Entsorgungskosten sparen. Wir stehen zu unserem Wort.

Eingesetzte Produkte und verwandte Lösungenschließen

Eingesetzte Produkte und verwandte Lösungen

Weiterführende Erfahrungsberichteschließen

Weiterführende Erfahrungsberichte