Siebung im Pumpwerk Baar

Systemzeichnung Siebanlage für Zulaufbauwerke
Die Siebanlage RoK 4 eingebaut in das Pumpwerk Baar

Im Zuge der Erneuerung der Kläranlage Baar wurde im vorgeschalteten Pumpwerk im März 2000 eine Huber ROTAMAT® Siebanlage für Zulaufbauwerke vom Typ ROK 4, Baugröße 500 mit 6 mm Spaltweite, ausgelegt auf eine Zulaufmenge vom Qmax. = 25 l/s eingebaut.  Ausgangssituation: Die in der Gemeinde Baar anfallenden Abwässer werden mit Schmutzwasserpumpen zur Kläranlage, welche keine mechanische Vorreinigung besitzt, gepumpt. Diese Situation führte zum Teil zu erheblichen Betriebsproblemen wie:

  • Verzopfungen bei den im Pumpwerk eingebauten Aggregaten(Schmutzwasserpumpen, Armaturen usw.)
  • Verunreinigung im gesamten Beckenbereich der Kläranlage

Die Beseitigung dieser „Störfaktoren“ ist mit verhältnismäßig hohem Zeitaufwand und sehr unhygienischen Bedingungen verbunden.  Aufgabenstellung Es sollte eine mechanische Vorreinigung in das neu zu bauende Pumpwerk installiert werden. Diese Siebanlage sollte zum einen die Schmutzwasserpumpen vor Verzopfungen und Beschädigungen schützen und zum anderen auch eine ansonsten notwendige Nachrüstung einer mechanischen Abwasserreinigung (Rechen, Rechengutpresse) auf der Kläranlage ersetzen. Eine weitere mit hohen Kosten (Anschaffungskosten, Betriebskosten) verbundene Zwischenhebung des Abwassers sollte vermieden werden.  Die Lösung Eine Huber ROTAMAT® Siebanlage RoK 4 Diese Anlage wird direkt an die in ca. 3 m Tiefe drucklose Rohrleitung DN 200, welche im Pumpenvorlageschacht endet, angeflanscht. Das ankommende Abwasser strömt aus der Rohrleitung direkt in den Siebbereich. Während das Abwasser die Siebfläche durchströmt und in den Pumpensumpf gelangt, werden die Grobstoffe abgeschieden und zurückgehalten. Die zurückgehaltenen Schmutzstoffe werden durch eine Schneckenwendel über die Siebfläche hinweg abtransportiert, wobei gleichzeitig durch Bürsten, welche sich stirnseitig an der Wendel befinden, die Siebfläche gereinigt wird und der durchflossene Querschnitt somit frei bleibt. Das Rechengut wird anschließend an eine Transportschnecke übergeben, welche das Rechengut geruchsgekapselt nach oben fördert, in der integrierten Rechengutpresse auf ca. 35 - 40 % TR kompaktiert und in einen bereitstehenden Container abwirft.  Durch die während der gesamten Planungs- und Ausführungszeit sehr gute Zusammenarbeit mit dem Ing. Büro Tremmel und dem Personal der Kläranlage ist für unser Unternehmen mit der Zulaufsiebung im Pumpwerk Baar ein weiteres besonderes Vorzeigeobjekt für eine wirtschaftliche, effektive und innovative Lösung zur mechanischen Abwasserbehandlung entstanden!  Für das uns entgegengebrachte Vertrauen möchten wir uns bei allen an der Maßnahme beteiligten Personen bedanken.

Von Max Feuerer

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