Warum wurde eine neue Siebanlage benötigt?

Der 1992 eingebaute Zulaufrechen der Fa. HANS HUBER AG konnte die heutzutage anfallenden Zulaufwassermengen nicht mehr ohne teilweises Überlaufen des Rechens verarbeiten. Faserstoffe, die zur Zopfbildung neigten, konnten nicht zurückgehalten werden und beeinflussten dadurch die weiteren Reinigungsprozesse sehr negativ.

Aus diesen Gründen entschloss man sich zum Einbau einer Siebtrommel mit einer Siebweite von 5 mm, einem Siebkorb-Durchmesser von 1400 mm und einer Rohrechengut-Leistung von 65 Liter/Minute (alt 7 mm, 1200 mm und 45 Liter/Minute Rohrechengut-Leistung).

Um eine weitere Verwendung der Transportschnecke und der elektrischen Steuerung (teilweise) zu ermöglichen, wurde der gleiche Hersteller zur Lieferung und Montage der Siebanlage gewählt, der bereits 1992 die Rechenanlage montiert hatte, die Firma Hans HUBER AG aus Berching.  Eine komplette Erneuerung aller Komponenten – Herstellerwechsel – hätte weit höhere Kosten verursacht.

Arbeitsablauf:
Durch die Vergrößerung des Siebkorbdurchmessers wurde eine Gerinneaufweitung nötig.
Dazu musste die Mittelwand zwischen Zulaufgerinne und Notumlauf herausgeschnitten und durch eine VA-Trennwand ersetzt werden. Um all diese Arbeiten durchführen zu können, wurde der Zulauf für wenige Tage umgeleitet.
Hierfür konnte auf das alte Nachklärbecken, das beim Umbau 1992-1995 zu einem Notstauraum umfunktioniert wurde, zurückgegriffen werden. In dieses Becken wurde der Zulauf zur Kläranlage eingeleitet und von dort aus mit mehreren Pumpen vor dem Sandfang wieder zugepumpt.
Somit waren fünf Pumpen im Einsatz. Die bautechnischen Arbeiten – Betonschneiden, VA-Trennwand setzen und Fliesenanschlüsse wiederherstellen – wurden technisch und terminlich einwandfrei durchgeführt.

Am 25.07.05 wurde von der Firma HANS HUBER AG, Berching, die neue Siebtrommel geliefert, montiert und elektrisch angeschlossen. Die Arbeiten wurden präzise und ebenfalls einwandfrei ausgeführt.
Am selben Tag um 20:30 hieß es Zulauf auf und ROTAMAT® Siebanlage  Start. Bereits um 23:00 lief die Anlage reibungslos und alle Beteiligten waren nach einem 17-Stundentag "hundemüde".

Die Anlage läuft von Anfang an problemlos. Die Qualität des Rechengutes ist sehr hoch. Die hohe Feststoffabscheidung wirkt sich in der ganzen Anlage positiv aus.
Zur Abnahme dankte Herr A. Gruber, Chef der Kläranlage, sowohl den Betriebsleitern Berchtesgaden und Bad Reichenhall für ihre unbürokratische Hilfe mit zwei leistungsfähigen Pumpen, als auch dem Personal der Kläranlage Freilassing, das durch tatkräftige Mitarbeit zu dem guten Gelingen und einer kostensparenden Arbeit beigetragen hat.
Zur Durchführung meinte Herr Gruber: “Ebenso ein herzlicher Dank an das Bauunternehmen Mooser aus Saaldorf und die Firma HUBER AG aus Berching, die alle eine erstklassige Arbeit bei Planung und Ausführung geleistet haben.”
Abschließend gab es einen Dank an den Bau- und Umweltausschuss der Stadt Freilassing, der diese Maßnahme einstimmig befürwortete.
A. Gruber Klärmeister Kläranlage Freilassing

Kurzfassung: Nach 13 Jahren und inzwischen veränderten Zulaufbedingungen wurde der HUBER ROTAMAT® Feinstrechen Ro 1 durch eine HUBER ROTAMAT® Siebanlage Ro2 ersetzt. Volle Zufriedenheit sowohl in technischer als auch finanzieller Hinsicht.

von Helmut Schmidt
Büro Bayern-Süd

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