Vorreinigung für die Membrankläranlage Bergheim-Glessen geliefert

ROTAMAT® Membrane Screen RoMem Siebanlagen mit 1800 mm Siebkorbdurchmesser zur Abscheidung von Haaren und Faserstoffen
Sandwäsche durch COANDA Sandwäscher RoSF 4 der Baugröße 2

Der Ablauf der Kläranlage Bergheim-Glessen gelangt nach kurzer Fließstrecke über den Glessener Bach/Pulheimer Bach in das Naturschutzgebiet „Große Laache“ und versickert dort im Untergrund. Über gut durchlässige Bodenschichten gelangt das Grundwasser schließlich in das Gewinnungsgebiet eines Wasserwerks. Dies hat hohe Anforderungen an die Qualität der Abwasserreinigung zur Folge.

Um diese Anforderungen zu erfüllen, entschied sich der Erftverband für die auf 9.000 EW auszubauenden Anlage Bergheim-Glessen die Membranfiltertechnik einzusetzen. So kann gewährleistet werden, dass die jährlich abfließenden 900.000 m³ Abwasser an dem vorhandenen Standort nach den Anforderungen der Badegewässerrichtlinie gereinigt werden. Die Firma HANS HUBER AG erhielt den Auftrag die maschinentechnische Ausrüstung der mechanischen Vorreinigung zu liefern. Bei dem gewählten Reinigungsverfahren der Membranfiltration unter Verwendung von schlauchartigen Hohlfasermembranen ist die Abscheidung von Haaren und Faserstoffen für einen stabilen Betrieb außerordentlich wichtig. Haare und Faserstoffe können an den Hohlfasermembranen zu Verzopfungen führen, welche nur sehr aufwendig entfernt werden können. Hierdurch gewinnt die mechanische Vorreinigung in Hinblick auf einen sicheren und wartungsarmen Betrieb der Anlage an Bedeutung.

Die erste Stufe der mechanischen Vorreinigung ist auf der Anlage mittels eines Stufenrechens Step Screen® Flexible SSF 3000x626 mit 6 mm Spaltweite ausgeführt. Der Stufenrechen wirft das Rechengut in eine HUBER Waschpresse WAP ab. Das Rechengut wird in der Waschpresse kompaktiert, entwässert und über das Steigrohr in einen Container gefördert. Der Vorsiebung schließt sich ein traditioneller Langsandfang mit Belüftung und Fettfang an.

Das Kernstück der mechanischen Vorreinigung bilden die zwei ROTAMAT® Membrane Screen RoMem Siebanlagen mit einem Korbdurchmesser von jeweils 1800 mm. Die eingesetzte sehr feine Quadratmaschenweite von 0,75 mm erzielt aufgrund ihres zweidimensionalen Aufbaus speziell eine hohe Abscheidung an Haaren und Faserstoffen. Erfahrungen zeigen, dass sich der Siebgutanfall durch den zweidimensionalen Aufbau des Maschengewebes ca. vervier- bis verfünffacht gegenüber Spaltsieben mit der gleichen Öffnungsweite. Jede der ROTAMAT® Membrane Screen Siebanlagen ist in der Lage, den gesamten Abwasserstrom von 291 m³/h zu bewältigen. Das von den  ROTAMAT® Membrane Screen Siebanlagen abgeschiedene Siebgut wird in eine Waschpresse WAP gefördert. Dort wird das Siebgut entwässert, kompaktiert und in den gleichen Container wie das Rechengut des Stufenrechens abgeworfen.
Für die Sandwäsche des aus dem Sandfang abgeschiedenen Sandes wurde ein COANDA Sandwäscher RoSF 4 der Baugröße 2 für eine Durchsatzleistung von 16 l/sec. geliefert.

Von Stefan Reber
Produktmanager Feinstsiebung

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