Sohlebener Rechengutabtransport jetzt auch bei Stufenrechen möglich

Bisher wurden sämtliche auf dem Markt angebotenen Filterstufenrechensysteme aufgrund ihrer konstruktiven Ausführung in den Zulaufgerinnen „sohleben“, d. h. ohne Sohlsprung, eingebaut. Bei den Anwendungsfällen Trennkanalisation generell oder auch Mischkanalisation mit nur sehr geringen Anteilen Sand, Split und Geröll im „Geschiebe“ bei Regenereignissen wird der Betrieb des Stufenrechens bei dieser Einbausituation nicht bzw. nur unwesentlich behindert. Beinhaltet das „Geschiebe“ jedoch größere Mengen (teilweise bis zu mehrere m3) Sand, Split und Geröll, so führt dies bei „sohlebenen“ Einbau zwangsläufig zu erheblichen Ablagerungen dieser „Störstoffe“ im Zulaufgerinne vor den Stufenrechen und folglich kommt es, wie die Praxis zeigt, zu Störfällen bzw. Beschädigungen der Rechenanlagen. Die Hauptursache dieser Problematik ist, dass Stufenrechen aufgrund ihres konstruktiven Wirkprinzipes nur in der Lage sind, Rechengut ect. auszutragen, welches sich auf der ersten Stufe der Lamellen befindet. Somit verbleibt also je nach Betriebsbedingungen der große Teil oben beschriebener Störstoffe unmittelbar vor der Rechenanlage auf der Gerinnesohle.
Aufgrund dieser Problematik haben wir anhand einiger konkreter Einsatzfälle eine neuartige Bodenstufe entwickelt, welche es ermöglicht, unsere Stufenrechen Typ SSF und SSV künftig in Verbindung mit einem Sohlsprung einzubauen und damit einen „sohlebenen“ Rechengutabtransport zu bieten. Dadurch treten die oben beschriebenen Gerinneablagerungen - sofern durch die Rechenanlage verursacht - nicht mehr auf und somit entstehen daraus auch keine Störungen oder Beschädigungen mehr. Darüber hinaus wird durch den Einbau der Stufenrechen mit Sohlsprung die gesamte Gerinnehydraulik wesentlich verbessert.

Bei konkreten Einzelfällen, bei welchen der Einbau mit Sohlsprung oder Sohltasche aus baulichen Gründen nicht möglich ist, werden sich auch künftig Ablagerungen vor dem Stufenrechen einstellen. Diese führen dann jedoch  nicht mehr zu entsprechenden Beschädigungen.

Von Anton Neger

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