ROTAMAT® Feinstrechen Ro 1 als Mosaikstein für ein Klärwerk der Berliner Wasserbetriebe

Funktionalität am Bau und moderne Technologien vereint das neue Rechenhaus

Mit dem Durchschneiden eines roten Bandes ging am 26. September 2007 symbolisch das neue Rechenhaus im Klärwerk Münchehofe in Betrieb. Die Besonderheit dieses Projektes war der Umbau des Rechenhauses bei laufendem Betrieb.
In dieser Zeit mussten immer drei Betriebsrechen zur Verfügung stehen, da eine Abwasserverteilung des Einzugsgebietes Köpenick und des Umlands auf andere Kläranlagen nicht möglich war. Bevor der Einbau der vier neuen Rechen begann, wurde ein Versuchsrechen ein Jahr lang unter verschiedensten Einsatzbedingungen getestet. Zum Einsatz kam ein ROTAMAT® Feinstrechen Ro 1 mit einem Siebkorbdurchmesser von 1,8 Meter und einer Spaltweite von sechs Millimeter. Eine Rechengutpresse ist beim ROTAMAT® Feinstrechen bereits integriert. Die gesamte Anlage wurde speziell an die Anforderungen der Berliner Wasserbetriebe angepasst. Beispielsweise ist die runde Abdeckhaube mit Sichtfenster eine individuelle Entwicklung von den Berliner Wasserbetrieben und von der Firma HUBER umgesetzt, die erstmals auf dem Klärwerk Münchehofe zum Einsatz kommt. Nach dem erfolgreichen Abschluss der unterschiedlichsten Versuchsreihen wurden die restlichen drei ROTAMAT® Feinstrechen nacheinander in verschiedenen Bauabschnitten bei laufendem Betrieb eingebaut. Für den Einbau der drei ROTAMAT® Feinstrechen Ro 1 wurden die alten Rechenstandorte nach vorhergehender bautechnischer Sanierung und Anpassung genutzt. In die vorbereitete Gerinneaufweitung wurden die ROTAMAT® Feinstrechen Ro 1 in einen Winkel von 35° im Gerinne aufgestellt.

Die Entnahme des Rechengutes mit gleichzeitiger Reinigung des Feinstrechens erfolgt durch einen umlaufenden Rechenkamm, bei dem die Harkenzähne vollständig durch den Rechenkorb durchgreifen. Das Rechengut wird während des Förderns entwässert, auf einen Feststoffgehalt bis 40 % TR kompaktiert und anschließend über  Förderschnecken in einen seperaten Containerraum transportiert und in die dort bereitgestellten Container abgeworfen. Für Wartungszwecke können die Feinstrechen aus dem Gerinne heraus geschwenkt werden, ohne in das Gerinne einsteigen zu müssen. Die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten lief reibungslos ab, wie Projektleiterin Simone Lau in Ihrer Einweihungsrede hervorhob. Somit erfolgte eine Investition in die Zukunft für das inzwischen 30 Jahre alte Klärwerk und eine Sicherung der Voraussetzung für eine ordnungsgemäße Abwasserbehandlung.

Von Franz Spenger   
Produktmanager
Geschäftsbereich Mechanische Reinigung

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