Huber-Rotamat Siebanlage Ro 2 600/3mm im Behälter erfüllt ihre Aufgabe auf der KA Husby

KA Husby Außenansicht Rechengebäude, Brauchwasserschacht, Schönungsteich
HUBER ROTAMAT® Siebanlage Ro 2 600/3 mm im Rechenraum
Filter vor dem Wasserverteiler und vorgeschalteter Steinfang
Montageträger und Zwangsentlüftung
HUBER ROTAMAT®-Siebanlage Ro 2 mit Bediensteg und Geländer
Der Siebkorb der ROTAMAT® Siebanlage 600 mit einem 3 mm Spaltsieb sowie Behälterdeckel und Gasdruckfedern
Rechengutauswurf in Endlosabsackvorrichtung

Eine Vielzahl von Kläranlagen im Vertriebsgebiet Nord haben sich in den letzten Jahren für diese sichere und qualitativ hochwertige Vorreinigung entschieden, so auch vor ungefähr zwei Jahren die Gemeinde Husby in ihrem neuen Rechengebäude. Hier wird mit Hilfe der eingebauten Ro2 600/3mm im Behälter das Abwasser der Gemeinde für die nachfolgende Reinigungsstufe im belüfteten Abwasserteich von allen Störstoffen befreit.

Die Tendenz zum Einsatz von Siebanlagen ist eindeutig nachvollziehbar. Herr Klausen, der zuständige Klärwärter, zeigte mir bei einem Besuch auf der KA nicht ganz ohne Stolz seine zuverlässige Vorreinigung. Eine Besonderheit auf dieser KA ist der vorgeschaltete Steinfang vor dem Ro2-Behälter und die von uns gelieferte Brauchwasserversorgung, denn das Abreinigungswasser für die Siebanlage wird mittels Brunnenpumpe aus einem Schacht, der aus dem dritten Klärteich (Schönungsteich) über eine Gefälleleitung gespeist wird, versorgt.
Ein vorgeschalteter Filter vor dem Wasserverteiler an der Ro2 schützt somit alle Magnetventile und Düsen vor möglichen Verunreinigungen aus dem Brauchwasser.

Wie mir Herr Klausen bestätigt, funktioniert dieser mitgelieferte Anlagenteil ebenfalls problemlos. Ganz stolz ist er auch auf seinen Steinfang, den er unbedingt mit in die Anlage eingeordnet haben wollte. Um ihn auszulegen, musste ich etwas tiefer in meinen alten Hydraulikhefter aus der Studienzeit eindringen, denn so etwas macht man nicht bei jedem Objekt.

Ein Dankeschön an dieser Stelle an Herrn Elsner, IGN Schleswig, dem zuständigen Planungsbüro für die angenehme Zusammenarbeit. Zwischenzeitlich kann man über 700 Betriebsstunden auf dem Display an der Schalt- und Steueranlage ablesen. Vom Grundsatz her sind folgende Dinge bei der Planung derartiger Anwenderfälle, auch wenn die Anlagen klein sind, zu beachten:
1.  Das Vorhandensein eines Hebezeuges/Träger zur Montage und späteren Wartung der Maschinen

2. Die Abführung der Abluft aus der Anlage mittels einer Zwangsentlüftung. Ist besonders wichtig bei Beschickung über Druckrohrleitungen, da hier das Abwasser oftmals anaerob die KA erreicht (Bild 4). Biochemische Reaktionen in den Aufnahmebehältnissen der Maschinen können die Folge sein. (z. B. Schwefelwasserstoffkorrosion)

3.  Gute Bedienbarkeit der Anlage, bei der das Bedienungspersonal über Treppen mit Handlauf, rutschsicheren Bedienstegen (z. B. Lichtgitterroste) zu Betriebs- und Wartungszwecken an alle Anlagenteile(Behälterdeckel mit Gasdruckfeder) ohne Probleme herankommt

4.  Schutz der Magnetventile und Düsen bei Einsatz von Brauchwasser durch entsprechende Filter.

5.  Sondervorgaben durch den Planer und Betreiber wie z. B. Steinfang, Platz für Ersatzcontainer, Absackung mittels Endlosabsackvorrichtung erhöhen die Qualität einer derartigen Ausführung.

Von Peter Holtfreter

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