Installation eines energieeffizienten CONTIFLOW® Sandfilters auf der KA Salzweg

KA Salzweg mit drei installierten Sandfiltern 50 C-1

Im Zuge der Bestrebungen für eine saubere Ilz und Erlangung der Badegewässerqualität gelangte im Dezember 2007 im Landkreis Passau die Erweiterung der Hygienisierung an der 10.000 EW umfassenden Kläranlage in Salzweg zur Ausschreibung.

Zur Reduzierung der Keimbelastung war die Behandlung des Kläranlagenablaufs mit UV-Licht vorgesehen. Um die Leistungsfähigkeit der UV-Anlage hinsichtlich Transmission und optimalen Energieeinsatz zu erhöhen, mussten Feststoffkonzentrationen aus dem Ablauf des Nachklärbeckens, weitestgehend reduziert werden.

Dazu wurde in der Ausschreibung die kostengünstige Sandfiltration über drei Filterstraßen berücksichtigt. Mit dem Konzept der HUBER CONTIFLOW® Sandfiltration konnte die HANS HUBER AG sowohl verfahrenstechnisch als auch investitionsmäßig gegenüber namhaften Mitbewerbern überzeugen. Es wurde der Auftrag zur Realisierung von drei CONTIFLOW® Sandfiltern BG 50C-1 zusammen mit Zulaufsteuerung und Waschwasserpumpwerk mit einem Auftragswert von 130.000.- € erteilt.

Die CONTIFLOW® Baugröße 50C-1, bestehend aus einem Modul pro Zelle, ist besonders für kleine (bis zu 75 m³/h) und stark schwankende Wasserströme geeignet. Die Installation findet in einzelne Betonbecken unterirdisch bis zur Geländeoberkante statt, wodurch die Beschickung im freien Zulauf ohne Einsatz von Zulaufpumpen möglich wird. Die Einbauteile können je nach Anwendungsfall aus verschiedenen Materialien wie GFK und Edelstahl V2A und V4A hergestellt werden.

Der Betrieb der CONTIFLOW® Sandfiltration ist vom Sandwaschprozess entkoppelt, beide Mechanismen laufen getrennt voneinander ab. So werden Filterstillstandszeiten zur Reinigung des verschmutzten Sandes vermieden, wodurch dafür vorgehaltene Filterflächen entfallen. In Kombination mit einer Zulaufmengenerfassung werden die einzelnen Filterstraßen je nach Wasseraufkommen automatisch zu- oder abgeschaltet. Dadurch kann die Sandfilteranlage, durch Senkung der Gebläselaufzeiten, energetisch optimal betrieben werden. Den sicheren und störungsfreien Betrieb ermöglichen u.a. standardmäßige Messeinrichtungen für die Sandumwälzung und Filtratniveauerfassung im Filterablauf sowie hochwertige Steuereinrichtungen für Pneumatik und Elektrik.

Nach Installation der Anlagentechnik in den Monaten Juli – August 2008 erfolgte die problemlose Inbetriebnahme Mitte September 2008. Die HANS HUBER AG dankt in diesem Zusammenhang allen beteiligten Firmen für die rasche und konstruktive Umsetzung während der Realisierung.

Von Wolfgang Fischer, Produktmanager Geschäftsbereich Filtration & Reuse

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