Baubeginn der größten HUBER-Sandfilteranlage in Deutschland

Dr. Schleypen vom Landesamt
Spatenstich am Freitag 9.8.2002
CFSF im Betonbecken

Durch umfangreiche Renaturierungs- und Unterhaltungsmaßnahmen soll die Funktionsfähigkeit des Gewässerökosystems der oberen Isar verbessert und nachhaltig gesichert werden. Ein wesentliches Ziel ist dabei, der Isar wieder zu Badewasserqualität zu verhelfen. So ist es notwendig, die Abläufe der Kläranlagen von krankmachenden Keimen zu befreien, um ein uneingeschränktes Badevergnügen für die Bevölkerung zu garantieren. Die Förderungen erfolgt durch ein Sonderprogramm des Bayrischen Staatsministeriums für Landesentwicklung und Umweltfragen, welches durch das Landesamt für Wasserwirtschaft fachlich betreut wird.

HUBER wurde mit der Ausrüstung der Kläranlage Wolfratshausen mit einer Conti Flow Sandfiltration beauftragt, die zusammen mit einer nachgeschalteten UV-Anlage den Kläranlagenablauf von diesen Keimen befreit. Die Planung des Ausbaus der Anlage erfolgt durch das Ingenieurbüro Köpf (München). Der Auftraggeber für dieses Projekt ist der „Abwasserverband Isar-Loisachgruppe“.

Der Spatenstich für diese letzte Reinigungsstufe fand am 9. August 2002 auf der Kläranlage Wolfratshausen statt. Die Filtrationsanlage soll im Mai 2003 in Betrieb gehen. Die Anlage ist für einen maximalen Zufluss von rund 2.200 m3/h ausgelegt.
Um das gereinigte Abwasser der Kläranlage einer wirtschaftlichen UV-Behandlung zu unterziehen, ist ein möglichst feststofffreies Abwasser erforderlich. Dies wird auf der Kläranlage Wolfratshausen durch den CONTIFLOW® Sandfilter der Hans Huber AG realisiert. Dieser Filter arbeitet nach dem Prinzip der bewährten aufwärtsdurchströmten Raumfilter. Eine wesentliche Eigenschaft dieses Systems ist, dass für die Filterrückspülung keine Betriebsunterbrechung erforderlich ist.
Neben der geforderten Feststoffelimination werden gleichzeitig die P-Ablaufwerte und auch die Keimzahlen durch den Sandfilter reduziert. So kann die Anzahl der coliformen Keime mit der Sandfilteranlage um bis zu einer Zehnerpotenz gesenkt werden.
Die Betriebsstabilität des Conti-Flow-Sandfilters ist – bei gleichzeitig minimalem Wartungsaufwand – äußerst hoch.

Der CONTIFLOW® Sandfilter kann entweder in einen Stahlbehälter oder bei größeren Wassermengen wie auf der Kläranlage Wolfratshausen im Betonbehälter installiert werden.

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