Neubau – Ertüchtigung – Komplettsysteme für die dezentrale Abwasserreinigung mit VRM® Membranfiltration

VRM®-Kompaktanlage BioMem® als Einbehälterlösung für ca. 30 m3/d
Möglichkeiten der Wiederverwendung von gereinigtem Abwasser

In Deutschland war die kommunale Abwasserreinigung in den letzten zehn Jahren durch eine große Anzahl an Neubauten und Modernisierungen geprägt. Daraus resultiert, dass Deutschland mittlerweile einen der höchsten Anschlussgrade aufweist und die Reinigung der Abwässer als eine der hochwertigsten weltweit angesehen werden kann. In Ländern der Dritten Welt, aber auch in weniger entwickelten Ländern der ersten und zweiten Welt, mangelt es dagegen meist sogar noch an Kanalsystemen, so dass hier die Lösung oft nur dezentrale Systeme sind, welche die Abwässer nahe am Entstehungsort behandeln und eventuell einer weiteren Verwendung zuführen. Der Bau von langen Kanälen würde die finanziellen Kapazitäten um ein Vielfaches sprengen und trägt durch starke Vermischungen zu einer erschwerten Behandlung der Abwässer an den Kläranlagen bei.
Darüber hinaus gibt es aufgrund der Verschärfung der Vorschriften und wegen regionaler Verschiebungen der Bevölkerung den Bedarf, vorhandene Kläranlagen zu modernisieren bzw. zu ertüchtigen.  Aufgrund fehlender finanzieller Mittel werden Verfahren und Techniken bevorzugt, mit denen vorhandene Anlagen einfach ertüchtigt oder ergänzt werden können.
Das einzige Verfahren, das Kapazitätssteigerungen bis 70 % in bestehenden Bauwerken ermöglicht, ist das Membranbelebungsverfahren. So kann eine vorhandene, aber hydraulisch überlastete (Schlammabtrieb aus der Nachklärung), mechanisch-biologisch Kläranlage durch Nachschaltung einer Membrantrennstufe für belebten Schlamm ertüchtigt und die Qualität des Ablaufs durch Ultrafiltration um ein Vielfaches gesteigert werden. Ist eine Anlage dann noch frachtmäßig überlastet, kann die Konzentration der aktiven Biomasse gesteigert und so der Schmutzstoffabbau in den vorhandenen Becken sichergestellt werden. Auf größere Bauarbeiten kann hierbei dann meist verzichtet werden.

Das HUBER VRM® Membranbelebungsverfahren wird als Membrantrennstufe in MBR-Prozessen eingesetzt und kann sowohl in vorhandene oder auch neu zubauende Becken eingebaut werden. Alternativ können die VRM-Units auch als VRM® Kompaktkläranlage BioMem® komplett anschlussfertig mit allen Aggregaten geliefert werden. Bei dieser Variante sind die Aggregate und Steuerung bereits anschlussfertig direkt am Container installiert. Bei Anlagen bis ca. 80 m³/d kann sogar der biologische Reaktor in einem separaten Container geliefert und somit eine komplette Abwasserreinigungsanlage erstellt werden. Die notwendige mechanische Vorreinigung kann hier beispielsweise mittels Absetzbecken geschehen.
Durch die Verwendung von Ultrafiltrationsmembranen mit einer Trenngrenze von 38 nm kann der Ablauf der HUBER Membrananlagen für vielfältige Brauchwasserzwecke genutzt werden. So spart die Verwendung des Permeats als Bewässerungswasser wertvolles Trinkwasser ein. Darüber hinaus reduziert der Einsatz der Membranfiltration den Platzbedarf im Vergleich zu konventionellen Anlagen um mehr als die Hälfte. Speziell bei Neubauten in zu kaufendem oder abzuholzendem Gebiet ist dies ein Faktor.
Mit dem kostensenkenden VRM®-Verfahren, in den Varianten Betoneinbau oder als VRM® Kompaktkläranlage BioMem®, besteht die Möglichkeit, bestehende überlastete kommunale oder industrielle Anlagen zu ertüchtigen und die Kapazitäten dabei sogar noch zu erhöhen. Durch die Verwendung von Ultrafiltrationsmembranen kann der Ablauf dabei zusätzlich für Brauchwasserzwecke verwendet oder sogar zu Trinkwasser aufbereitet werden. Für die dezentrale Abwasserreinigung kann die VRM® Kompaktkläranlage BioMem® als Komplettsystem bis ca. 80 m³/d angeboten werden.

Von Torsten Hackner

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