Membrankläranlage mit HUBER Maschinen reinigt das Abwasser von über 20.000 Einwohnern im Norden Spaniens

Baustelle KA Arenas de Iguna, im Vordergrund: Puffer- und Biologiebecken und im Hintergrund: Filtrationskammern und Betriebsgebäude (im Bau)

Die kommunale Kläranlage der nordspanischen Kleinstadt Arenas de Iguna (in Kantabrien, ca. 50 km südlich der Hafenstadt Santander, direkt am spanischen Jakobsweg) wird als Membranbelebungsanlage neu gebaut. Die Gründe liegen in den günstigeren Baukosten und den hervorragenden Ablaufwerten dieser Technik.
Das Abwasser fließt über den Kanal dem Einlauf- bzw. Hebebauwerk zu. Darin sind vier Tauchpumpen installiert, die das Abwasser in die Gerinne der zweistraßigen mechanischen Vorreinigung fördern. Diese sind mit zwei HUBER ROTAMAT® Lochsieb-Anlagen (RPPS, 3mm-Sieblochung) ausgeführt, wobei das anfallenden Siebgut über die integrierte Rechengutauswaschung gereinigt und kompaktiert wird. Das so gereinigte Abwasser gelangt weiter in den Sand-Fettfang, abgeschiedener Sand in den Sandwäscher (HUBER RoSF 4) und das vollständig mechanisch vorgereinigte Abwasser in das Homogenisierungsbecken vor der Biologie.
Darin werden die anfallenden Abwasserspitzen vergleichmäßigt und das Abwasser kontinuierlich in die zweistraßige Membranbelebungsanlage (bestehend aus je einem BioP- einem Deni-Becken und einer Nitrifikation) mit je zwei VRM® 30/448-Filtrationsunits gefördert. Die Filtrationskammern werden mit hydrostatischem Gefälle überströmt und das Schlammkonzentrat in einer nachgeschalteten Rezirkulationskammer gesammelt und mittels getauchten Pumpen zurück in die Deni gefördert.

Das über die Ultrafiltrationsmembrananlage abgezogene Klarwasser (frei von Bakterien und nahezu allen Keimen) wird hier nicht direkt weiterverwendet, sondern zunächst in einen Fluss eingeleitet, der allerdings einige Kilometer flussabwärts als Trinkwasserreservoir dient. Die Anlage wird voraussichtlich im Frühjahr 2006 in Betrieb genommen und wird die modernste Kläranlage in Nordspanien sein.

Die HANS HUBER AG realisiert damit erstmalig die  Baugröße VRM® 30 an einer kommunalen Kläranlage. Die besonderen Vorteile dieser neuen Baugröße liegen in den noch stärker reduzierten spezifischen Invest- und Betriebskosten, sowie dem höheren “Foot-print”. Dadurch wird das VRM®-Verfahren für alle Kläranlagen-Größen gegenüber konventionellen Techniken immer mehr zur Alternative. Neben Neubauten werden VRM®-Anlagen auch verstärkt für Ertüchtigungen von bestehenden überlasteten Anlagen eingeplant. 

Insgesamt werden an der Anlage Arenas de Iguna erstmals optimal aufeinander abgestimmte Maschinen aus allen Produktbereichen gleichzeitig eingesetzt.

Kenndaten der Anlage Arenas de lguna:

  • Anschlussgröße  20.000 EW
  • Tägl. Abwassermenge 4.000 m³/d
  • mittlerer Zufluss  167 m³/h
  • Spitzenzufluß   833 m³/h
  • BSB5    1.200 kg/d
  • AFS    1.800 kg/d
  • Nges    200 kg/d
  • Pges    40 kg/d

Von Torsten Hackner

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