HUBER Membranbelebungsverfahren - Schon heute ein Beitrag für die gesunde Umwelt von morgen!

Tonnenweise werden Arzneimittel in Deutschland hergestellt und eingesetzt
Tonnenweise werden Arzneimittel in Deutschland hergestellt und eingesetzt
Tonnenweise werden Arzneimittel in Deutschland hergestellt und eingesetzt

Arzneimittelrückstände, so genannte Pharmaka und endokrin wirksame Substanzen stehen derzeit im Mittelpunkt einer lebhaften Diskussionen der weitergehenden Abwasserreinigung, da sie in Verdacht stehen, unsere Gesundheit nachteilig beeinflussen zu können. In konventionellen Kläranlagen werden Mikroverunreinigungen nur zu einem sehr geringen Prozentsatz abgebaut und gelangen nahezu vollständig über Vorfluter in die Umwelt und unter Umständen in unser Grundwasser und Trinkwasser. Mikroverunreinigungen gelten bereits heute als neues Gewässerschutzproblem. Wie schädlich diese Mikroverunreinigungen tatsächlich sind und wie sie sich langfristig auf aquatische und terrestrische Ökosysteme auswirken, ist derzeit noch kaum abschätzbar.
Es ist daher unabdingbar, neue Verfahren zu entwickeln, die in der Lage sind, die Umweltbelastung durch den Eintrag dieser Mikroverunreinigungen zu minimieren. Die Eliminationsleistung verschiedener Verfahren der biologischen Abwasserreinigung ist einerseits von chemischen, physikalischen und biologischen Eigenschaften der Spurenstoffe (z.B. Abbaubarkeit, Adsorptionskoeffizient, Löslichkeit) und andererseits von unterschiedlichen Betriebsbedingungen der Verfahren (z.B. Schlammbelastung, Schlammalter) abhängig. Hohes Schlammalter und geringe Schlammbelastung bieten optimale Konditionen, damit sich spezialisierte Mikroorganismen ansiedeln können, die selbst schwer abbaubare Medikamentenrückstände knacken können. Mit Membranbioreaktoren ist es möglich, genau diese notwendigen Bedingungen zu optimieren, da sie im Vergleich zu konventionellen Verfahren nicht durch Absetzeigenschaften des Belebtschlamms beschränkt sind.
Diesem - nur Membranverfahren anzurechnenden - Vorteil und die Möglichkeit, Mikroverunreinigungen zurückzuhalten, haben Versuche mit einer HUBER-Membrananlage auf der Kläranlage in Berching belegt. Durch das Technologiezentrum Wasser in Karlsruhe, ein in ganz Deutschland anerkanntes Institut, wurden Konzentrationen verschiedener typischer pharmazeutischer Wirkstoffe, Steroidhormone und Alkylphenole sowohl im filtrierten Rohabwasser als auch im Ablauf nach der HUBER Membrananlage analysiert (siehe Balkendiagramm Mikroverunreinigungen).
Besonders auffällig sind auf den ersten Blick die beiden in relativ hoher Konzentration vorkommenden Stoffe Ibuprofen und Bezafibrat. Ibuprofen ist ein Antirheumatikum, das als Arzneistoff zur Behandlung von Schmerzen, Entzündungen und Fieber eingesetzt wird und Bezafibrat kommt bei erhöhtem Cholesterinspiegel zur Senkung der Blutfettwerte zum Einsatz.
Betrachtet man allerdings die Abbauleistung der verschiedenen Stoffe im Überblick, so zeigt sich eine großartige, teils vollständige Reduktion bei der Mehrzahl aller Inhaltsstoffe durch das HUBER-Membranverfahren (siehe Balkendiagrammm Abbauleistung).

Aufgrund der geringen Molmassen der untersuchten Stoffe ist auf keinen alleinigen Rückhalt durch die Ultrafiltration zu schließen. Vielmehr sind auch die spezielle Zusammensetzung der verschiedensten Mikroorganismen, die sich aufgrund des vollständigen Biomasserückhaltes durch die von HUBER eingesetzte Membran mit nur 38 Nanometern einstellt, dafür verantwortlich, dass die oben genannten Wirkstoffe weitestgehend aus dem Ablauf einer Kläranlage eliminiert werden können.
Die Europäischen Richtlinien für Wasser schreiben vor, dass Abwasser weitestgehend geklärt wird. Neben den bekannten Stoffen soll es zukünftig auch Pflicht werden, Stoffe, die heute nicht abgebaut werden, wie z.B. Hormone, Arzneimittel, Reinigungsprodukte etc., weitestgehend zu entfernen. Dafür stellen bereits heute Membranbioreaktoren von der HANS HUBER AG ein optimale Lösung dar. Sowohl im Bereich der Kleinkläranlagen wie auch bei größeren Kläranlagen entscheidet man sich also mit Membranverfahren von HUBER für Technologien, die die Anforderungen von morgen nachweislich schon heute erfüllen.

Kurzfassung: Arzneimittelrückstände und endokrin wirksame Substanzen, die im Verdacht stehen, unsere Gesundheit nachteilig zu beeinflussen, können mit HUBER Membranverfahren zu einem großen Anteil aus dem Ablauf von kommunalen Kläranlagen eliminiert werden können. Sowohl im Bereich der Kleinkläranlagen wie auch bei größeren Kläranlagen entscheidet man sich also mit Membranverfahren von HUBER für Technologien, die die Anforderungen von morgen nachweislich schon heute erfüllen.

Von Dipl.-Ing. Simone Meuler
Produktmanagerin
und Prof. Dr. Franz Bischof
Leitung Forschung und Entwicklung

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