Die erste HUBER Membranbiologie bei der weltweit größten Brauereigruppe

Installation der zwei VRM® 30 / 480 in die fertiggestellten Membrankammern
Installation der zwei VRM® 30 / 480 in die fertiggestellten Membrankammern

Anheuser-Busch InBev mit Sitz in Löwen, Belgien, ist mit einem Absatzvolumen von rund 400 Mio. Hektoliter Bier die weltweit führende Brauereigruppe. Das Unternehmen zählt weltweit zu den fünf größten Konsumgüterherstellern und beschäftigt rund 114.000 Mitarbeiter in über 23 Länder, davon 2.800 in Deutschland. In seinem Portfolio führt das Unternehmen mehr als 200 Marken in über 100 Ländern, darunter die globalen Premium-Marken Beck’s, Stella Artois und Budweiser. Damit belegt Anheuser-Busch InBev mit seinen Produkten weltweit in 19 Schlüsselmärkten die Position eins oder zwei – mehr als jedes andere Brauereiunternehmen.

Der Standort Planta Sur in Barrio Porteño de Pompeya in Buenos Aires ist die größte Produktionsstätte für Limonaden wie Pepsi, 7up, Mirinda, Paso de los Toros und Wässer in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Durch 10 Abfülllinien wird dabei eine Gesamtproduktion von 25.000 Hektoliter, was ca. 1,1 Million Einheiten pro Tag entspricht, erreicht.

Steigende Abwassermengen und Umweltanforderungen zwangen InBev Planta Sur 2011 zu einem Überdenken der bestehenden Abwasseranlage. Außerdem wurde ein Teil des Werksgeländes auf dem sich die alte Abwasserbehandlung befindet als Naturschutzgebiet ausgewiesen, da sich dieses in unmittelbarer Nähe eines Flusses befindet. Das hatte zur Folge, dass obwohl sich die Abwassermenge auf 1.440 m³/Tag erhöht hat, vorrangig der existierende Beckenbestand genutzt werden musste, da größere Baumaßnahmen nicht möglich waren.

Um trotz der geringen Platzverhältnisse den steigenden Anforderungen an die Umwelt gerecht zu werden, stellte sich relativ schnell heraus, dass die Membrantechnologie die beste verfügbare Abwassertechnik ist. Denn nachdem die Biologie von HUBER mit einem höheren MLSS von 12 g/l ausgelegt und die Planung der entsprechenden Aggregate abgeschlossen wurde, hat sich gezeigt, dass das bestehende Belebungsvolumen von 1.590 m³ bei Einsatz einer Membranbiologie (MBR) tatsächlich ausreichend ist und damit keine wesentliche Vergrößerung der Bestandsanlage notwendig wird.

Neben den technologischen Vorteilen eines MBR-Verfahrens ergaben sich auch marketingtechnische Vorteile, da InBev Planta Sur als Mitglied in einem Förderprogramm des Umweltamtes Buenos Aires zeigt, dass nicht nur Technologien und Prozesse verbessert werden sollen, damit Betriebe effizient und ökonomisch produzieren, sondern auch um die Umwelt zu schützen. In Zusammenarbeit mit unserem langjährigen Vertriebspartner Serviur wurde das Gesamtangebot Ende April 2011 beim Endkunden abgegeben, welches im Wesentlichen zwei VRM® 30 / 480, redundante Permeat- und Rezirkulationspumpen, Gebläse für Spülluft und Biologie, Membranbelüfter sowie die Installation und Inbetriebnahme enthält. Der Auftrag wurde dann Anfang August 2011 an HUBER und Serviur vergeben.

Bei der zur Verfügung gestellten Membranfläche vom insgesamt 5760 m² und einem Durchsatz von 60 m³/h ergibt sich ein netto FLUX von 11,45 l/m²/h, welcher im Service- oder Reinigungsfall kurzzeitig verdoppelt werden kann. Denn eine besondere Anforderung an die Membranbiologie war, dass selbst im Wartungsfall eine VRM® 30 / 480 den gesamten Volumenstrom von 60 m³/h filtrieren können muss. Das bedeutet, dass neben der Membran auch die Permeatpumpen so ausgelegt wurden, damit eine Bandbereite von 30 - 60 m³/h abdeckt werden kann.

Eine weitere Besonderheit der Abwasserreinigungsanlage ist, dass, bedingt durch die geringe geodätische Höhe und den weiten Abstand zwischen VRM®-Kammer und Biologie, es leider nicht möglich war die VRM®-Kammer aus dem freien Gefälle zu beschicken. Aus diesem Grund wird die VRM®-Kammer aus den drei Biologiebecken mit den bereits vorhandenen Pumpen über ein Verteilerbauwerk beschickt. Der Rücklauf der VRM®-Kammer in die Biologie erfolgt ebenfalls mit Pumpen, welche im HUBER-Lieferumfang enthalten sind.

Nach Montage der Abwasserbehandlung im Januar und Februar 2012 und erfolgreicher Inbetriebnahme im Februar/März 2012 wurden die geforderten Ablaufwerte schnell erreicht. Somit konnte HUBER aufgrund seiner großen Erfahrung im Bereich der Abwasserbehandlung in Brauereien neben zahlreichen anderen Projekten eine weitere Referenz schaffen.

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