HUBER wäscht den A-380

Flotationsunterteil und Rohrflockulator für die Verschiffung nach Dubai-UAE

Dubai - In den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ziehen der Immobilienboom und das starke Bevölkerungswachstum entsprechende Investitionen in die Infrastruktur nach sich. Staat und private Investoren reagieren auf die zum Teil bereits sichtbaren Kapazitätsengpässe mit einer Beschleunigung ihrer Investitionsplanung.

Die Fluggesellschaft EMIRATES Airlines reagiert auch auf diese Entwicklung, um den in Zukunft steigenden Passagierzahlen Herr zu werden. Daher orderte EMIRATES bei Airbus 42 neue Maschinen des Typs A-380. Diese Giganten der Luft benötigen speziell angepasste Fluggastbrücken und Andockstellen für die Be- und Entladung der Transportgüter. Aus diesem Grund war es unumgänglich, den Flughafen Dubai (DXB) zu erweitern und einen neuen dritten Hanger an die vorhanden beiden anzubauen. Ebenso mussten komplett neue Wartungs- und Instandhaltungshallen für die bisher größten Passagierflugzuge errichtet werden. Unter anderem sollen dort die Maschinen gewaschen und bei Bedarf „nachlackiert“ werden.

Eine Forderung der Ingenieure von EMIRATES war, dass aus diesem Prozess anfallende Abwasser wieder zu verwenden. Dieses „Re-Use“ – Denken hat sich in den letzten Jahren mehr und mehr in der Sichtweise der Menschen in Middle East verfestigt und wird auch daher öfters praktiziert. Emirates will durch diese Maßnahme das Waschwasser wieder verwenden, um eigene Ressourcen und aufwendige Trinkwasseraufbereitungsanlage zu entlasten.   

Bei der Suche nach einem kompetenten Partner für diese Aufgabe konsultierte EMIRATES verschiedene Flughäfen und bei einigen fiel der Name HUBER. Wir konnten bereits mehrere Abwasser- und Schlammbehandlungsanlagen in Flughäfen auf der ganzen Welt installieren, und daher betraute EMIRATES uns mit dieser nicht ganz leichten Aufgabe.

Bei mehreren Zusammenkünften mit unserem Kunden konnten wir ein geeignetes Verfahren konzipieren. Unser umfassender Erfahrungsschatz anhand bereits realisierten Anlagen bei den Lackierstraßen von Daimler Chrysler, VW und Peugeot sowie den Fahrzeugwaschanlagen half den speziellen Charakter des Waschwasser exakt zu definieren und dienten als Grundlage der Auslegung.   

Das aus den Wasch- und Lackierhallen anfallende Abwasser wurde mit maximal 70 m³/h festgelegt. Es enthält einen hohen Anteil an Lacken, Farben und Partikeln. Die Zielsetzung war, diese Wasserinhaltsstoffe sicher abzutrennen, um das aufbereitete Abwasser wieder zu verwenden.

Huber schlug vor, das Waschwasser in der ersten Stufe mittels einer ROTAMAT® Siebanlage der Baugröße 1000 mit 1mm Spaltweite mechanisch vorzureinigen. Hier werden als erstes die groben Abwasserinhaltsstoffe aus dem Volumenstrom separiert und der so abgetrennte Feststoff gleichzeitig im selben Aggregat entwässert bzw. kompaktiert.

Anschließend wird der vorgereinigte Strom einem Ausgleichsbehälter zugeführt, um pH-Wert- und Schmutzfrachtschwankungen auszugleichen sowie eine möglichst wirtschaftliche und effiziente chemisch/physikalische Behandlung im Folgeschritt zu gewährleisten. Durch eine Tauchmotorpumpe wird eine HUBER Druckentspannungsflotationsanlage HDF der Baugröße 7 mit vorgeschaltetem Rohrflockulator und Chemikaliendosierung beschickt. Das durch den Rohrflockulator turbulent strömende Abwasser wird an verschiedenen Stellen mit FeCl3 und Flockungshilfsmittel vermischt. Emulgierte Abwasserinhaltsstoffe, Öle, und feinste Schwebstoffe können so gefällt, geflockt und schließlich mit Hilfe der Flotation abgeschieden werden. Das aus der Flotation abfließende Abwasser wird in einem Speicherbehälter gesammelt und zur Flugzeugwäsche neu verwendet. 

Eine grundlegende Philosophie der Airline ist, ihren Gästen eine optimale und sichere Dienstleistung zu bieten. Dieses Denken hört selbst bei der Abwasserbehandlung nicht auf. Aus diesem Grund sind die Maschinen jeweils redundant ausgeführt, so dass eine Anlagenverfügbarkeit von 100% gewährleistet ist.

von Geschäftsbereich Industrie

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