HUBER HDF wird als Vorbehandlungsstufe bei der Trinkwasseraufbereitung eingesetzt und ist Problemlösung in Sri Lanka

Die Trinkwasserversorgung von Ampara und der weiteren Umgebung wird aus einem Süßwassersee bezogen. Das aufzubereitende Rohwasser wird zunächst in Fällungs-Flockungsbecken gefördert und dort mit Aluminiumsalz gefällt und anschließend mit Kalkmilch geflockt bzw. neutralisiert. Das chemisch vorbehandelte Wasser wird derzeit mit einer Kombination aus Flotation und Sandfilter in Betonausführung der Firma AJM behandelt. Nach dieser Behandlungsstufe folgt die Desinfektion des Wassers mit Chlorgas. Anschließend wird das aufbereitete Rohwasser über ein ausgedehntes Rohrleitungsnetz zu den Trinkwasseraufbereitungsanlagen anliegender Städte gefördert. Da die Anlage von AJM einen viel zu geringen Abscheidegrad (insbesondere von feinen und kolloidal gelösten Partikeln, wie z. B. Algen) erreicht, bildet sich im Rohrleitungsnetz ein unerwünschter biologischer Rasen. Diese Verunreinigungen bewirken am Ende der jeweiligen Verteilungspunkte starke Verfärbungen sowie aromatische Veränderungen, die bei der weiteren Aufbereitung erhebliche Probleme bereiten.

Zusammen mit Pöyry GKW aus Deutschland und der National Water Supply & Drainage Board in Sri Lanka wurde die Planung einer Huber Flotationsanlage zur Optimierung des Prozesses angegangen. Die Pöyry GKW, eine beratende Ingenieurgesellschaft im Abwassersektor, ist in 50 Länder weltweit vertreten. Die National Water Supply & Drainage Board (NWSDB), die unter dem Ministerium der städtischen Entwicklung und der Wasserversorgung von Sri Lanka arbeitet, ist für die sichere Trinkwasserbereitstellung und die Einhaltung der Hygienebestimmung zuständig. Momentan werden 28.6% der Gesamtbevölkerung mit Trinkwasser durch Rohrleitungsnetze der NWSDB versorgt.

Der große Nachteil der bestehenden Flotationsanlage ist das Sättigungssystem, der integrierte Sandfilter sowie das unzuverlässige Räumsystem für den Flotatschlamm. Der durch die unzureichende Abräumung entstehende Flotatschlammüberschuss setzt sich in Agglomeraten im Sandfilter ab, die durch Rückspülungen nicht mehr entfernt werden können. Das Sättigungssystem mit einem separat gelagerten Druckbehälter realisiert den Luftblaseneintrag über mehrere kleine Entspannungsventile. Diese Vorrichtung erfordert lange Druckleitung und dementsprechend einen hohen Luft- bzw. Energieverbrauch. Die verstopfungsanfälligen Ventile sowie der Eintrag von Makro-Luftblasen erklären die geringe Effizienz der AJM-Flotation.
Zur Problemlösung wurden zwei HUBER-Druckentspannungsflotationen HDF Baugröße 15 beauftragt. Die maßgeschneiderten und kompakten Anlagen (komplett aus Edelstahl V4A gefertigt) werden jeweils 150 m3/h flotieren. Das Huber Druck-Entspannungsprinzip bietet bei höchster Betriebssicherheit den schonenden Eintrag von Mikroblasen bei gleichzeitigem Ausschluss der Verstopfungsgefahr. Die optimale Bauweise ermöglicht die definierte und kontrollierte Durchströmung des Flotationsbeckens. Die effektive Abscheideoberfläche wird durch den Einsatz von Parallelplattenabscheidern vervielfacht. Dabei ist auch dieser Teil der Anlage durch ausreichend dimensionierten Plattenabstand verstopfungssicher. Mit Hilfe der HDF werden Algenpartikel sowie kolloidal gelöste Stoffe effektiv aus dem Wasser entfernt. Die HDF wird darüber hinaus den strengen Richtlinien der NWSDB (basierend auf den internationalen Richtlinien der Trinkwasseraufbereitung) gerecht und kann somit als Vorbehandlungsstufe eingesetzt werden.

Die etwa 42 m3 fassenden Anlagen werden einen Abscheidegrad von 90 - 95% erreichen. Die Trübung des Ablaufes wird durchschnittlich unter 5 NTU liegen. Insbesondere zur Aufbereitung von Oberflächenwassergewinnung bietet dieses Verfahren viele Vorteile (v.a. effiziente Abscheidung von Feinstpartikeln und Algen).

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