Heizen mit Wärme aus Abwasser: Bayerischer Energiepreis 2012 in der Kategorie Energiekonzepte und Initiativen geht an HUBER SE!

Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Zeil verlieh am 18. Oktober in Nürnberg den Energiepreis 2012. Das Unternehmen HUBER SE belegte in der Kategorie Energiekonzepte und Initiativen den ersten Platz und wurde für den innovativen und verantwortungsvollen Umgang mit Energie ausgezeichnet.

vlnr: Markus Pannermayr, Oberbürgermeister der Stadt Straubing - Dr.-Ing. Ralf Mitsdörffer, Geschäftsführer GFM - Bay. Wirtschaftsminister Martin Zeil - Georg Huber, Vorstandsvorsitzender HUBER SE
vlnr: Markus Pannermayr, Oberbürgermeister der Stadt Straubing - Dr.-Ing. Ralf Mitsdörffer, Geschäftsführer GFM - Bay. Wirtschaftsminister Martin Zeil - Georg Huber, Vorstandsvorsitzender HUBER SE

Minister Martin Zeil bezeichnete die ausgezeichneten Projekte als „Herausragende Entwicklungen für eine innovationsorientierte Energiewende“. Das CO2-sparende Projekt „Heizwärme aus dem Abwasserkanal“, das die HUBER SE in Zusammenarbeit mit der Stadt Straubing/Stadtentwässerung und der GFM beratende Ingenieure GmbH umsetzte, versorgt in Straubing 102 Wohneinheiten mit rund 65 % des Wärmebedarfs über das Abwasser. Bei diesem Objekt mit guter Wärmedämmung entspricht das jährlich knapp 350.000 kWh. Ermöglicht wird diese Einsparung durch ein Verfahren, bei dem die Wärme des Abwassers – also warmes Wasser das beim Duschen, Baden, Waschen und Spülen in die Kanalisation fließt – durch einen speziellen Wärmetauscher entzogen wird. Eine Wärmepumpe passt die Temperatur der entzogenen Abwasserwärme der benötigten Heiztemperatur der Wohnungen an. Im Vergleich zur Erd- und Grundwasserwärme punktet das Verfahren der Abwasserwärmenutzung mit ganzjährig hohen Temperaturen von mindestens 12 Grad Celsius.

HUBER erkannte die Abwasserwärme früh als Energieschatz und entwickelte im Stammhaus in Berching das in Straubing installierte ThermWin-Verfahren. Wichtigster Bestandteil dieser zukunftsweisenden Entwicklung ist der Wärmetauscher RoWin. Er steht in direktem Kontakt mit dem kommunalen Abwasser, trotz aller Unreinheiten und Störstoffe, die das Abwasser enthält. Deshalb entwickelten Ingenieure der HUBER SE ein Selbstreinigungsverfahren für den Wärmetauscher RoWin um bestmögliche Übertragungswerte liefern zu können, damit die Wirtschaftlichkeit der Gesamtanlage garantiert ist.

Das Projekt läuft seit dem eisigen Winter des Jahres 2010 und überzeugte gleich bei seinem ersten Härtetest mit zuverlässiger Wärmeleistung. Entscheidend für die Auszeichnung mit dem Bayerischen Energiepreis waren die Nutzung regenerativer Energiequellen und die daraus resultierende Einsparung von 70 circa Tonnen CO2.  Der Bayerische Energiepreis wurde erstmals 1999 verliehen und wird seit 2000 im Zwei-Jahres-Turnus vergeben. Die Preisträger werden durch eine unabhängige Jury von Energieexperten verschiedener bayerischer Universitäten in einem mehrstufigen Auswahlverfahren gekürt.

   >> Video zum "Bayerischen Energiepreis - Heizen aus Wärme aus Abwasser" abrufen

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