HUBER einbruchhemmende Türen WK4, nach DIN V ENV 1627 ff, erfüllen neueste Anforderungen

Prüfbericht

Trinkwasser kommt auf dem Weg von seiner Gewinnung bis zum Verbraucher in vielfältiger Weise mit Luft in Berührung. Die darin enthaltenen Fremdstoffe verschlechtern insbesondere die mikrobielle Oualität und sind nach dem Minimierungsgebot auf ein sinnvolles Maß zu begrenzen.

Als erste Maßnahme ist zunächst die Verringerung des Luft-Wasser-Kontaktes zu sehen. Die bauliche Trennung zwischen Wasserkammer und Bedienhaus ist zum Beispiel daraus abzuleiten. Doch in bestimmten Bereichen der Trinkwasseraufbereitung sowie als Druckausgleich für Wasserspeicher läßt sich ein Kontakt nicht vermeiden. Nur mit effektiver Luftfiltertechnik kann  hier eine entscheidende Verbesserung erreicht werden. Im folgenden werden Auslegungskriterien für effektive und kostengünstige Luftfilteranlagen vorgestellt und diskutiert.
Als weitere Maßnahme ist ebenfalls auf eine optimale Durchströmung zu achten, um Totzonen und dadurch eine Verkeimung zu verhindern.

Anforderung an Wasserspeicher
Wasserspeicher sind notwendig, um den Unterschied zwischen Wassergewinnung und -verbrauch auszugleichen, Verbrauchsspitzen abzudecken, den im Rohrnetz befindlichen Druck zu halten und Vorrat für Betriebsstörungen und Brandfällen bereit zu halten.
Dabei darf das Speichermedium Trinkwasser in seiner Beschaffenheit nicht negativ verändert werden. Dies regelt die Trinkwasserverordnung. Nun stellt dies in der Praxis keine leichte Aufgabe dar. Im Gegensatz zu Mineralwässern ist Trinkwasser allgemein nicht keimfrei, sondern keimarm. Die Gefahr der Verkeimung ist also ständig gegeben und muß durch eine entsprechende Betriebsführung vermieden werden. Gerade an Trinkwasserbehältern ergeben sich daraus bestimmte Forderungen.
Der Erhalt der Wasserqualität wird unter anderem durch nachfolgende Faktoren geprägt, welche sich teilweise gegenseitig beeinflussen. Dazu gehören:
Trinkwasser als unser wichtigstes Lebensmittel muss vor unbefugten Eingriffen geschützt werden. Deshalb ist die „Einbruchhemmung bei Fenstern, Türen und Abschlüssen“ ein viel diskutiertes Thema bei Planern und Betreibern der Trinkwasserversorgung. Bauwerke müssen so gestaltet sein, dass die „Außenhaut“ an jeder Stelle etwa gleich schwer zu überwinden ist. Je weniger Öffnungen die Außenwand hat, umso einfacher ist dieses Ziel zu erreichen. Wasserbehälter haben in der Regel nur einen Zugang, Fenster sollten vermieden werden.

Durch den Einsatz von geprüften, einbruchhemmenden Türen erfüllt jeder verantwortungsbewusste Betreiber alle nach dem Stand der Technik zur Verfügung stehenden Maßnahmen des mechanischen Objektschutzes (siehe hierzu auch DVGW Hinweis W 1050). Auch versicherungstechnisch ist es sinnvoll, geprüfte Elemente einzusetzen, da dies einen nicht unwesentlichen Einfluss auf die Prämienhöhe haben kann. Durch die im Jahr 1999 erschienene DIN V ENV 1627 ff sind die Grundlagen für eine praxisnahe und vor allem einheitliche Durchführung der Prüfung gelegt worden. Im so genannten Prüfbuch werden Details festgelegt.

Einbruchhemmende Türen  nach DIN V ENV 1627 werden in sechs Widerstandsklassen eingeteilt, wobei WK 6 für die höchste Widerstandsklasse steht. Die Auswahl der einzusetzenden Widerstandsklasse muss abhängig von der individuellen Gefährdungssituation (Risiko), zum Beispiel von der Lage des Objektes und der Einsehbarkeit des Elements, erfolgen. Hilfestellung bei der Risikoanalyse bieten die kriminalpolizeilichen Beratungsstellen und die Sachversicherer. Laut LKA-Empfehlung sollen einbruchhemmende Türen der Widerstandsklasse WK3 eingesetzt werden, wenn eine Einbruchmeldeanlage (EMA) vorhanden ist. Die Widerstandsklasse WK4 wird empfohlen, sobald es keine EMA gibt. Unabdingbar ist die Vorlage des entsprechenden Prüfzeugnisses sowie die Kennzeichnung der Türen durch ein Typenschild, um die Konformität mit dem Prüfzeugnis zu belegen. Hierdurch ist sichergestellt, dass es in der Gesamtkonstruktion (Gebäude – Bauwerksöffnung) keinen Schwachpunkt gibt.
Bei der Diskussion über „Einbruchhemmung“ müssen allerdings die Belange der Mitarbeiter und damit verbunden der Unfallschutz und die berufsgenossenschaftlichen Vorschriften berücksichtigt werden.
Um nun eine, in unbeabsichtigter Weise, verschlossene Tür von innen öffnen zu ?können oder eventuell einer Gefahr durch z.B. Chlorgas zu entkommen, sollten einbruchhemmende Türen und Tore in der Wasserversorgung mit einer Panikeinrichtung ausgestattet sein.

Neu aufgenommen und damit im Prüfbuch konkretisiert wurde der Angriff auf die Panikeinrichtung bei allen Widerstandsklassen. Dies bedeutet für alle Türen mit Panikeinrichtung, dass ein entsprechender Flächenschutz im Türblatt vorhanden sein muss. Im Prüfzeugnis des einbruchhemmenden Elements muss der Flächenschutz in Zusammenhang mit der Panikeinrichtung ausdrücklich erwähnt sein. Prüfzeugnisse für Türen mit Panikeinrichtung, die nach Mai 2004 ausgestellt sind, berücksichtigen dies automatisch. Achten Sie als verantwortungsbewusster Verbraucher auf das Ausstellungsdatum des Prüfzeugnisses bzw. auf die Erwähnung des Flächenschutzes!
Nur so können Sie sicher sein, dass die eingesetzte Tür den neuesten Vorschriften und somit dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Aus nebenstehendem Zeugnis ist ersichtlich, dass wir die neuesten Anforderungen bereits heute erfüllen.

Von Elisabeth Ketzler
Produktmanagerin Türen und Schächte

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