HUBER Einbauelemente für Trinkwasserspeicher

Purpose, layout criteria:
HUBER Einbauelemente für Trinkwasserspeicher

Zweck und Auslegungskriterien:
Gewährleistung der Betriebs- und Arbeitssicherheit und Vermeidung von Unfallgefahren. Gleichzeitig darf dabei die hygienische Situation im Trinkwasserspeicher möglichst nicht oder nur minimal beeinträchtigt werden. Weitere Vorgaben:
   - niedrige Investitionskosten
   - niedrige Betriebskosten
   - hohe Zuverlässigkeit
   - einfache Wartung und Reinigung

Sich daraus ergebende Vorteile im Trinkwasserspeicher:
   - Vermeidung von Unfällen
   - Einfache Handhabung und Reinigung
   - Vermeidung hygienischer Belastungen

Der Nutzen für den Wasserversorger:
   - Verringerung der Verkeimungsgefahr
   - Größere Sicherheit bei der Einhaltung der Trinkwasserverordnung
   - Verringerung der Betriebskosten

Technische Beschreibung:
Alle Einbauten und Bauelemente in einem Trinkwasserspeicher sollen
   - die vorhandene Strömung möglichst wenig stören (z. B. Treppen)
   - keine hygienischen Belastungen erzeugen (z. B. Dichtungen)
   - den Unfallverhütungsvorschriften entsprechen (z. B. DVGW-Merkblätter)
Aus hygienischer Sicht sind zwei wichtige Prüfkriterien einzuhalten:
   - nach KTW-Empfehlungen
   - nach DVGW Arbeitsblatt W 270
Aus Sicht der Betriebssicherheit müssen alle Zugänge zu Kontroll- und Prüfzwecken zuverlässig funktionieren.
Darüberhinaus sollte die bauliche Gestaltung so erfolgen, daß die turnusmäßig stattfindenden Reinigungszyklen einfach und problemlos vonstatten gehen.

Funktion der einzelnen Bauteile:

  • Drucktüre: Bequemes Begehen der leeren Wasserkammer zu Reinigungszwecken
  • Treppe: Ohne Unfallgefahren in filigraner Bauweise, so daß die Strömung möglichst wenig gestört wird. Auch die Einbaulage spielt hier eine Rolle. In der Wasserwechselzone darf kein Wasser zurückbleiben, sondern sollte problemlos ablaufen können.
  • Geländer: Ähnlich wie Treppen. Besonders auf das Verschließen von Hohlräumen im Pfostenbereich ist zu achten.
  • Leiter: Ähnlich wie Geländer. Bei größeren Einstiegstiefen über 5 m muß eine zusätzliche persönliche Schutzausrüstung vorgesehen werden.
  • Wanddurchführung: Eine hohlraumfreie Verbindung zum Beton ist nicht nur wegen der Dichtheit, sondern auch aus hygienischen Gründen zwingend notwendig.
  • Dichtungen: Bei allen Dichtungen ist auf die Einhaltung der KTW-Empfehlungen und der W 270 zu achten.
  • Werkstoff: Sämtliche Teile im direkten Wasserkontakt sind nach DVGW Arbeitsblatt W 311 aus dem austenitischen Edelstahl der Güte 1.4571 herzustellen. Bauteile über der Wasseroberfläche können auch aus 1.4301 hergestellt werden, wenn keine großen Mengen an Kondensat und Chlorgasen anfallen. Eine glatte Oberfläche der Qualität IIIc erleichtert eine Reinigung. Alle Schweißarbeiten erfolgen werksseitig unter Inertgasatmosphäre und anschließender Vollbadbeizung und Passivierung. An der Baustelle werden nur leicht demontierbare Schraubverbindungen verwendet, so daß eventuelle Reinigungsarbeiten unkompliziert ausgeführt werden können. Die glatte Werkstoffoberfläche verhindert Ablagerungen und stellt einen schlechten Nährboden für eventuelle Verkeimungen dar. Und die hohe Korrosionsbeständigkeit garantiert eine lange Lebensdauer und hohe Wirtschaftlichkeit der Investition. Bei eventuellen Verbindungen mit anderen Metallen ist auf eine elektrolytische Trennung zu achten.

Anbindungsmöglichkeiten:

  • Edelstahlauskleidung: Unter Beachtung der Edelstahl-Verarbeitungsrichtlinien sind dichte und formstabile Schweißverbindungen möglich.
  • Folienauskleidung: Alle Behälterdurchdringungen sind mit Folienflanschen vorzusehen. Eine Beschädigung der Folie durch spitze Gegenstände ist zu vermeiden.
  • Betonbeschichtungen: Hohlräume zwischen ursprünglicher Behälteroberfläche, Beschichtung und Wanddruchdringungen sind zu vermeiden. Dies setzt eine saubere Verarbeitung voraus und kann durch eine s-förmige Rahmenausbildung erleichtert werden.

Von Stefan Wittl

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