Regenbecken mit wirksamem Hochwasserschutz im Fürstentum Liechtenstein

Die fortschreitende Oberflächenversiegelung führt dazu, dass Regenwasser konzentrierter anfällt und zusammen mit dem häuslichen Abwasser in die Kanalisation gelangt. Da die Regenwasser-Anfallmenge hierbei wesentlich größer ist, muss die Abflusskapazität mittels Regenbecken reguliert werden, um das Kanalisationssystem zu entlasten. Deshalb wurde das Ingenieurbüro Wenaweser+Partner Bauingenieure AG aus Ruggell (Liechtenstein) von der Gemeinde Ruggell mit der Planung und Realisierung des Regenbeckens „Kirche“ beauftragt.

Schachtabdeckung SD 7 mit verminderter Einbauhöhe
Schachtabdeckung SD 7 mit verminderter Einbauhöhe
Drucktür mit Zentralverschluss
Drucktür mit Zentralverschluss
Halbhohe Drucktür mit Einreiber
Halbhohe Drucktür mit Einreiber

Nach dem Bau dieses Regenbeckens kann nun das Mischwasser (Regen- und häusliches Abwasser) aus den Kanalisationsleitungen gespeichert und nach Abklingen des Niederschlags zur Kläranlage weitergeleitet werden. Bereits beim Beckeneinlauf wird das Regenüberlaufwasser mittels HSW-Rechen der Firma HUBER SE einer ersten Reinigung unterzogen. Sollte die Kapazität des Regenbeckens überschritten werden, erfolgt eine zweite Reinigungsstufe im Durchlaufbecken, bevor das Überlaufwasser in den Vorfluter entlastet wird. So wird dieser in möglichst geringem Ausmaß mit Schmutzstoffen belastet.

Je nach Wirkungsweise der Becken unterscheidet man zwischen Fang- und Durchlaufbecken. Eine Kombination beider Typen wird als Verbundbecken bezeichnet. Das Fangbecken dient dem Zurückhalten und der Speicherung des bei Regenbeginn anfallenden ersten „Spülstoßes“, der - bedingt durch das Ausspülen von Ablagerungen in den Kanalisationsleitungen - einen stark erhöhten Verschmutzungsgrad aufweist. Das Durchlaufbecken ermöglicht neben der Speicherung von Regenüberlaufwasser auch das Zurückhalten von Schwimmstoffen und eine weitere Reinigung des in den Vorfluter entlasteten Regenüberlaufwassers. Beim Regenbecken „Kirche“ wurde ein solches Verbundbecken realisiert.

Im Zuge einer Projektgemeinschaft zwischen der Picatech Huber AG und der Helmut Breschan AG kommen in diesem Becken zwei HUBER Hochleistungssiebrechen des Typs HSW sowie Drucktüren TT7, TT7.Z und Schachtdeckel SD7 zum Einsatz. Die Drucktüren TT7 sind so konstruiert, dass sie bis zur Beckenoberkante dicht sind und dem Wasserdruck standhalten. Sie sind mit den Einreibern sehr einfach zu betätigen, und die Tür ist bequem begehbar. Für die Schachtabdeckungen wurde der begehbare Schachtdeckel SD7 gewählt. Durch die serienmäßig eingebaute Gasdruckfeder können die Deckel einfach geöffnet und wieder verschlossen werden.

Wir danken der Gemeinde Ruggell für ihr Vertrauen in die HUBER-Produkte und dem Ingenieurbüro Wenaweser+Partner Bauingenieure AG für die überaus konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit.

Eckdaten des Regenbeckens „Kirche“:

  • Länge 28,4 m; max. Breite 16,5 m; max. Tiefe 8,4 m
  • max. Beckenvolumen (Fang- und Durchlaufbecken) 250 m³
  • max. Pumpensumpfvolumen (Entlastungspumpwerk) 200 m³
  • Installierte Pumpleistung Entlastungspumpwerk ca. 1.800 l/s

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Weiterführende Erfahrungsberichte

https://www.huber.de/https://www.huber-test.de/de/huber-report/praxisberichte/newsletter-ext/regenbecken-mit-wirksamem-hochwasserschutz-im-fuerstentum-liechtenstein.html