HUBER DeWaTec SBR-Anlage BatchPLUS®
Die Anlagentechnik BatchPLUS® ist eine nach dem Prinzip des SBR-Verfahrens (Sequencing Batch Reaktor) arbeitende Kleinkläranlage der neuesten Generation. Sequencing Batch bedeutet, dass die Anlage nicht frei nach natürlichem Abwasseranfall durchflossen wird, sondern dass stattdessen festgelegte Mengen Abwassers jeweils befördert und nacheinander in Reinigungszyklen abgearbeitet werden.
Auch bei dieser Technik setzt HUBER DeWaTec in bewährter Weise im Abwasser weder drehende noch elektrische Teile ein. Der Abwasser- und Schlammtransport erfolgt über druckluftbetriebene Hebeanlagen (Mammutpumpen). Die Druckluft wird von einem Verdichter bereitgestellt, der auch die Luft für den biologischen Abbauprozess liefert. Der Verdichter befindet sich zusammen mit einer Mikroprozessor-Steuerung in einem schallisolierten Schaltschrank. Der Schaltschrank erfüllt alle einschlägigen deutschen und europäischen Normen und wird steckerfertig ausgeliefert.
Die Anlage besteht prinzipiell aus einer mechanischen Reinigungsstufe mit Pufferwirkung und dem nachgeschalteten Bioreaktor.
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Die mechanische Reinigungsstufe übernimmt dabei die folgenden Aufgaben:
- Mit Grobstoffen belastetes Abwasser fließt der Anlage im freien Gefälle zu. Die Grobstoffe werden in dieser ersten Stufe durch mechanische Trennung abgeschieden.
- Zusätzlich werden hier die abgeschiedenen Stoffe zusammen mit dem Überschussschlamm aus dem biologischen Prozess gespeichert.
- Darüber hinaus wird ein Teil der ersten Stufe als Pufferraum genutzt. Der Puffer ist auf die Speicherung der während eines SBR-Zyklus zufließenden Abwassermenge ausgelegt. Die Größe des Puffers ergibt sich aus einer Speicherbemessung unter Berücksichtigung der üblichen Verteilung des Abwasserzuflusses über den Tag inkl. eines Badewannenstoßes. Um bei hydraulischen Überlastungen einen Rückstau in das Zulaufrohr auszuschließen, wurde die Trennwand zwischen erster Stufe (mechanische Reinigung, Schlammspeicher und Puffer) und zweiter Stufe (Bioreaktor) mit einem Notüberlauf versehen.
Als Besonderheit der SBR-Technik finden anschließend an die mechanische Behandlung des Abwassers die biologische Reinigung und die Nachklärung in einem Raum statt. Die Prozesse laufen zeitlich aufeinanderfolgend in regelmäßig wiederkehrenden Zyklen ab. Die Dauer eines Zyklus beträgt nach werksseitiger Voreinstellung der Steuerung 6 Stunden. Damit ergeben sich 4 Zyklen pro Tag.
Bitte besuchen Sie für weitere Informationen die HUBER DeWaTec Internetseite unter
www.huber-dewatec.de.
Produkte
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Vorteile
Vorteile
Die Vorteile des HUBER BatchPLUS®-Verfahrens
Das HUBER BatchPLUS® Verfahren wurde speziell für den Einsatz in der dezentralen Abwasserreinigung entwickelt. Als Vorteile sind zu nennen:
- Sehr hohe Reinigungsleistung und Zukunftssicherheit durch das HUBER DeWaTec Baukastensystem. Durch Updates ist das BatchPLUS®-Verfahren individuell nahezu allen Anforderungen anpassbar.
- Sichere Stickstoff- und Phosphorentfernung gemäß Gutachten des Prüfinstituts der RWTH Aachen (PIA GmbH).
- Sicherer Betrieb auch bei länger andauernden Unterlastzuständen durch das speziell entwickelte FlexEN-Verfahren.
- Höchste Energieeffizienz durch Zulaufkontrolle und darauf reagierenden Schwachlast- und Ferienbetrieb.
- Feststofffreier Klarwasserablauf durch das NoSolids- System gemäß Gutachten des niederländischen Prüfinstituts Van Hall.
- Sicherer Rückhalt des Mindestbelebtschlammvolumens im Reaktor und Verminderung des Abzugs von Überschussschlamm durch die patentierte Überschussschlammabzugsvorrichtung.
- Sichere Pufferung von Fracht- und Hydraulikspitzen.
- Keine Verwendung von bewegten oder stromführenden Komponenten im Abwasser. Die gesamte, wartungsrelevante technische Ausrüstung befindet sich außerhalb des Abwassers in einem schallgedämmten Schaltschrank.
Bei der Verwendung des Bausteins BatchPLUS® +P ergeben sich überdies die folgenden Verfahrensvorteile:
- Absolut wartungsfreies Dosiersystem für die P-Elimination. Kein Einsatz mechanischer Dosierpumpentechnik, die regelmäßige Wartung und Kalibrierung erfordert.
- Füllstandskontrolle des Dosiermittel-Vorlagebehälters mit Signalgebung bei Erreichung eines kritischen Dosiermittelstandes.
- Keine Notwendigkeit zur Verlegung einer Dosiermittelleitung im Erdreich.
Verfahrens-Zyklus
Verfahrens-Zyklus
Zyklusbeschreibung des SBR BatchPLUS®-Verfahrens
- Beschickung der biologischen Reinigungsstufe:
Die biologische Reinigungsstufe wird aus dem Puffer über eine Mammutpumpe zu Beginn des Zyklus einmal mit einer definierten Abwassermenge (ca. 1/4 der Tagesmenge) beschickt. Die festgelegte Beschickung aus dem Puffervolumen reduziert in der Praxis vorkommende hydraulische Anlagenüberlastungen deutlich. Ebenso werden durch die Pufferung des Abwassers aber auch Konzentrationsspitzen ausgeglichen. Die Beschickung des Reaktors nimmt einen Zeitraum von 30 Minuten in Anspruch. Die Beschickung wird nach Ablauf der vorgegebenen Zeit oder nach Erreichen des maximalen Wasserstandes im Reaktor beendet. - Biologischer Reinigungsprozess:
Es folgt die Phase der biologischen Reinigung, in der die feinblasige Druckbelüftung den Behälterinhalt aus Belebtschlamm und Abwas¬ser periodisch umwälzt und die Mikroorganismen mit dem für den Reinigungsprozess notwendigen Sauerstoff versorgt. Über den Kohlenstoffabbau hinaus können beim SBR-Verfahren auch weitergehende Reinigungsziele erreicht werden (Nitrifikation und Denitrifikation). Um dies zu erreichen, wird im Betrieb zwischen anoxischen und aeroben Phasen gewechselt. Die gesamte Reaktionszeit wird in belüftete und unbelüftete Intervalle aufgeteilt. - Absetzphase
Auf die Nitrifikations- und Denitrifikationsphasen folgt eine Absetzphase, in der sich der durchmischte Behälterinhalt in eine Schlamm- und eine Klarwasserphase trennt. - Klarwasserabzug
Das gereinigte Wasser wird im Anschluss an die Absetzphase aus dem Bioreaktor abgezogen und einem Vorfluter bzw. einer Versickerung zugeführt. Die Klarwasserabzugsphase wird nach Erreichen des minimalen Wasserstandes im Reaktor beendet. - Überschussschlammabzug
Der sogenannte Überschussschlamm, der aus der Teilungsaktivität der Mikroorganismen anfällt, wird anschließend zur Lagerung in den vorgeschalteten Schlammspeicher, also in einen Teil der Vorklärung, gepumpt. Danach beginnt der Zyklus von neuem mit der Beschickung der biologischen Reinigungsstufe.
Fließt der Anlage weniger Abwasser als erwartet zu, so dass die festgelegten Zuflussmengen nicht erreicht werden, schaltet die Anlage automatisch in einen stromsparenden Urlaubsbetrieb. Sobald sich die berechnete Zuflussmenge wieder einstellt, wird die Anlage ebenso automatisch in den Normalbetrieb zurückgeschaltet. Die voreingestellten Betriebszeiten der einzelnen Phasen können individuell an die Gegebenheiten vor Ort angepasst werden.
Die Steuerung aller Prozesse erfolgt über eine Mikroprozessor-Steuerung. Über die Ausgänge der Steuerung werden der Luftverdichter sowie die Magnetventile für die eingesetzten Mammutpumpen geschaltet.
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