Schlammtrocknung mit dem HUBER SRT Verfahren erfolgreich
Sechs Jahre solare Trocknung / 24 Anlagen in Europa verkauft
Das SRT System von HUBER hat sich zu einem etablierten dezentralen Schlammtrocknungsverfahren entwickelt. Dabei reicht das System vom einfachen rein solaren Klärschlammtrockner über verschiedene Auf- und Abgabesysteme bis hin zur wärmeunterstützen Volljahrestrocknung.
Das Herzstück der solaren Trocknung ist der Wender, der den Schlamm mischt, transportiert und verkrümelt. Der Lufteintrag, der einerseits den Schlamm in einem quasi aeroben Zustand hält und damit Geruchsbildung ausgeschlossen ist, erhöht gleichzeitig die Verdunstungsleistung. Durch den Wendeprozess – ein „Über die Trommel Werfen“ des Schlammes - entsteht ein offenporiges, wellenförmiges Schlammbeet mit einer riesigen Oberfläche, die einen hervorragenden Lufteintrag ermöglicht.
Der Wender kann aber auch seine Schaufeln zum gezielten Transportieren des Schlammes nutzen. Dabei fährt der Wender mit voller quergestellter Schaufel über den Schlamm und lädt je nach Wunsch an unterschiedlichen Stellen ab. Dadurch sind möglich: Rückmischen von teilgetrocknetem Schlamm in frischen Schlamm, ein Einbringen von frischen Schlamm, bei dem dieser nach und nach ins Schlammbeet eingemischt wird und auch eine Schlammaufgabe und -abgabe an derselben Giebelseite.
Neben der klassischen Ausführung, den Schlamm an einer Giebelseite vom Gewächshaus aufzugeben und auf der anderen Giebelseite abzugeben, bietet der Wender also auch die Option, das getrocknete Granulat an der Giebelseite der Aufgabe wieder abzugeben. Der Wender wirft das Granulat beispielsweise in eine im Boden versenkte, mit Gitterrost geschützte Schnecke ab. Für die Automatisierung des Pressschlammeintrags ins Gewächshaus steht eine Verteilerschnecke zur Verfügung.
Dieses Aggregat bringt den Schlamm automatisch direkt von der Entwässerung in das Gewächshaus. Ein Fahrzeug zur regelmäßigen Schlammaufgabe kann eingespart werden. Aber der wichtigste Vorteil ist, dass der Schlamm keine unbelüftete Phase durchläuft und damit sich kein geruchsintensiver Prozess ausbilden kann. Frischer Schlamm riecht normalerweise nicht – entscheidend ist also die schnelle Verarbeitung und Belüftung im Trockner. Reine solare Trocknung ist energetisch und ökologisch jedem anderen Trocknungssystem überlegen, da es die natürliche Kraft der Sonneneinstrahlung nutzt. Im Winter geht die Leistung stark zurück – wenn der Schlamm gefriert, muss die Trocknungsanlage sogar gestoppt werden. Bei kontinuierlichem Schlammanfall muss also gestapelt werden, was zusätzliche Bauwerke nötig werden lässt und Geruchsprobleme verursachen kann. Im Trockner selber zu stapeln ist aus prozesstechnischer Sicht eher nicht ratsam, da neben einer erhöhten Belastung der Maschinentechnik der gesamte Schlamm in der Halle in geruchsintensive Rotte übergeht.
Beim Abarbeiten eines gestapelten Schlammbergs wird der geruchsintensive Schlamm nur nach und nach zurück in den aeroben Zustand geführt. Der Schlamm in der Halle
(die viel größere Menge) bleibt geruchsarm. Mit einer Fußbodenheizung kann die Fläche des Gewächshauses doppelt genutzt werden. Der Betrieb der Trocknung kann im Winter aufrecht erhalten werden und der Schlammanfall abgearbeitet werden. Wenn keine Abwärme zur Verfügung steht, so kann die notwendige Wärmeenergie aus dem Ablauf der Kläranlage mit Hilfe einer Wärmepumpe gezogen werden.
In Frankreich, in der die Mehrzahl der SRT Trockner steht, hat sich als Standard die Fußbodenheizung mit Wärmepumpe zusammen mit einer automatischen Aufgabe durchgesetzt. Der geringe Zeitaufwand für die Pflege und Wartung der Anlage und die Zuverlässigkeit der Maschinentechnik überzeugen die Kunden.
Von Andre Grosser, Geschäftsbereich Schlammbehandlung



