Neue Baugröße bei den Solaren Trocknern HUBER SRT
Vier SRT SE in Frankreich installiert
Die neue Baugröße bei den solaren Trocknern vereinfacht einerseits den Gesamtablauf des Verfahrens und optimiert andererseits die Funktionalität der Maschine. Der neue SRT SE ermöglicht eine ressourcenschonende Anlage. Durchdachte Details und hochwertige Fertigungsqualität zeichnen die Maschinen aus – ein langes Maschinenleben ist garantiert. Die Schlammbewegung ist dabei beibehalten worden, der Schlamm wird in die Schaufeln aufgenommen und übergeworfen. Eine vollständige Umlagerung – notwendig, um den Schlamm in einem quasi aeroben Zustand während der Trocknung zu halten – ist damit gesichert und unangenehme Gerüche sind ausgeschlossen.
Als Besonderheit kann der SRT SE getrocknetes Schlammgranulat am Ende des Trockners aufnehmen und zur Schlammaufgabe zurückbringen – beispielsweise, um den Schlamm rückzumischen und damit einen Sorptions- Trocknungseffekt zu erzielen. Aber es ist auch möglich die Schlammauf- und abgabe auf derselben Seite unterzubringen, was die Einpassung in Gelände vereinfacht und den baulichen Aufwand erheblich reduziert.
Bei den Projekten Gunstett und Evron wurden im Herbst 2007 die ersten Maschinen dieses Typs installiert. Es handelt sich um Tandemanlagen, je zwei SRT SE stehen parallel in den Thermohüllen nebeneinander und bearbeiten die Trocknungsfläche. Hier erfolgt die Abgabe in eine Abwurfmulde am Ende des Trockners. Bei den Anlagen wird der Schlamm direkt aus der Belebung abgezogen und entwässert. Danach wird der Schlamm mittels Schnecken in den Trockner gebracht und dort verteilt. Der SRT SE bereitet dann den Schlamm in der Thermohülle aus, so dass von oben die direkte Sonneneinstrahlung und die in der Thermohülle aufgeheizte und über den Schlamm geblasene Luft den Schlamm austrocknen.
In der gesamten Trockenfläche ist eine Hochleistungsfußbodenheizung installiert, die regenerativ mit der Wärme des gereinigten Abwassers aus dem Abfluss der Kläranlage betrieben wird. Das Temperaturniveau wird hierbei mit Wärmepumpen auf ca. 50 °C angehoben. Die Trocknerfläche, die bei einem Solartrockner systembedingt sehr groß ist, wird also doppelt verwendet – zum Energieeintrag von oben und unten. Wegen der Zusatzwärme ist im Jahresverlauf die Trocknung vergleichmäßigt – es sind keine Schlammstapelbehälter vorzuhalten.
Das Endprodukt kann durch seine Stabilisierung, bedingt durch den hohen Trockenrückstand, problemlos gelagert werden. Die weitere Entsorgung - beispielsweise wie in Frankreich oft in der Landwirtschaft – ist bei dem erbsenförmigen, geruchsneutralen Granulat sehr einfach. Hier kommen die Landwirte und laden das streubare Granulat direkt aus der Abwurfmulde auf. Auch in Deutschland baut HUBER zusammen mit dem Ingenieurbüro Härtfelder aus Bad Windsheim eine solare Trocknungsanlage mit der neuen Baugröße SRT SE, die im Spätsommer in Betrieb gehen wird. Die 90 m lange Anlage in Marktbergel wird mit Schlamm aus verschiedenen kleinen Kläranlagen beschickt.
Von André Großer
Produktmanager Solartrocknung

