Bandtrockner zur Klärschlammbehandlung

Betriebsleiter der ARA Schwyz, Beat Ulrich, vor dem Bandtrockner Eigenleistung

Bei der Projektierung von Schlammtrocknungsanlagen kommt es immer wieder zu Diskussionen über die Betriebszeiten der Trocknungsanlage. Nachdem die eigene Schlammentwässerung nur stundenweise an einzelnen Tagen der Woche betrieben wird, herrscht die Vorstellung, die Trocknungsanlage im gleichen Zeitfenster zu betreiben. Daraus resultiert für die Trocknungstechnik eine Anlagengröße, die den Investitionsrahmen bei weitem übersteigt. Die zu installierende thermische Leistung der Wärmeversorgung wird hierdurch überdimensional groß. Ein wirtschaftlicher Betrieb ließe sich so nicht darstellen. Die Praxis der bestehenden Anlagen, bei denen die Wirtschaftlichkeit vom Investor eingehend geprüft wurde, weisen bis zu 8.500 Betriebsstunden pro Jahr auf. Durch den einfachen und wartungsfreundlichen Aufbau der Anlagen und den Grad der Automatisierung wird dieses ermöglicht. Ein unbemannter 24-Stunden Betrieb stellt kein Problem dar. Durch die Zwischenspeicherung des entwässerten Klärschlammes wird die Trocknungsanlage von der Entwässerung entkoppelt.

Die Bandtrocknung als kontinuierliches Trocknungsverfahren bezieht aus diesem Zwischenspeicher den entwässerten Klärschlamm, um bei optimaler Größe und Investitionskosten einen kontinuierlichen Betrieb darzustellen. Die Haltbarkeit und Verfügbarkeit der Anlage sowie der einfache Aufbau sind die Basis für einen wirtschaftlichen Betrieb. Unser Spitzenreiter hinsichtlich der Betriebszeiten ist die ARA Schwyz. Herr Ullrich ist im Jahr 2007 auf bemerkenswerte 8.500 Betriebssunden gekommen. Die dortige Trocknungsanlage ist seit 2003 in Betrieb.

Von Stefan Wahl
Produktmanager
Geschäftsbereich Schlammbehandlung