Erfolgreiche Umsetzung des DWA - Arbeitsblattes A 153 auf dem Vormarsch

Wirkungsweise des HUBER-Hydro-Filt Systems
HUBER-Hydro-Filt System mit Betonteilsickerrohr
Einbau eines HUBER-Hydro-Filt Systems DN 1500

Die HANS HUBER AG beschäftigt sich seit längerer Zeit mit Möglichkeiten zur dezentralen Regenwasserbehandlung, insbesondere auch mit Regenabläufen von Metalldächern. In Kooperation mit der Fa. HydroCon aus Münster wurde ein innovatives, mehrstufiges Filtersystem entwickelt, welches in einem Forschungsvorhaben der TU München und dem Bayerischen Landesamt für Umwelt München in Langzeitversuchen erprobt wurde. Dabei stellt sich heraus, dass nach jetzigem Kenntnisstand von verschiedenen getesteten Systemen das HUBER-Hydro-Filt System aufgrund seiner durchdachten Konzeption die besten Wirkungsgrade und Betriebsergebnisse zeigt.

Der traditionellen Ableitung von Regenabläufen in die Kanalisation wurde in den letzten Jahren immer häufiger die dezentrale Retention und Versickerung von Regenwasser gegenübergestellt und diskutiert. Insbesondere in urbanen Bereichen bietet die dezentrale Behandlung die Möglichkeit einer nachhaltigen und kostengünstigen Alternative zu den herkömmlichen Entwässerungssystemen. Neben einer Entlastung des Kläranlagenzuflusses sollen damit auch die Grundwasserneubildung und der natürliche Wasserkreislauf unterstützt werden. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Reinigung von Regenabläufen vor dem Einleiten in ein Gewässer oder das Grundwasser durch die enormen Schadstofffrachten immer mehr an Bedeutung. Im Vergleich der dezentralen Entwässerungskonzepte hat sich die Vor-Ort-Behandlung als eine kostengünstige und ökologisch unschlagbare Lösung erwiesen.

Seitens der DWA sieht das im Februar 2000 erschienene Arbeitsblatt M 153 „Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Regenwasser“ für unbeschichtete kupfer-, zink- und bleigedeckte Eindeckungen vor, dass dieses nur über eine mindestens 30 cm belebte Oberbodenschicht versickert werden darf. Wenn dieser enorme Platzbedarf nicht vorhanden ist, bietet sich eine unterirdische Versickerung an. Dies ist jedoch ohne eine Entfernung der Schwermetalle aus den Dachabläufen nicht möglich. Ansonsten könnte dies eine Überschreitung der Grenzwerte der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung zur Folge haben und es droht somit eine Kontamination von Boden und Grundwasser.

In einem Schreiben vom 11.12.2002 hat das Bayerische Landesamt für Umwelt München die Systemkombination der Fa. Hydrocon und der HANS HUBER AG für eine Übergangslösung zur dezentralen Behandlung und Versickerung von Metalldachabläufen freigegeben, bis die endgültigen Ergebnisse aus den Langzeitversuchen im März 2006 vorliegen. Die bisher vorliegenden Ergebnisse zeigen nicht nur ein Rückhaltevermögen bis zu 99 %, sondern infolge der durchdachten Konzeption eine äußerst große Wartungsarmut und Betriebssicherheit des HUBER-Hydro-Filt Systems.
Das HUBER-Hydro-Filt System weist eine ganze Reihe von Vorteilen gegenüber anderen auf dem Markt befindlichen Filtersystemen für verschmutzte Regenabflüsse auf. Zunächst wird aufgrund des integrierten hydrodynamischen Abscheiders der Platzbedarf im Gegensatz zu herkömmlichen Absetzschächten  in großem Maße verringert. Auf einen Vorschacht zur Sedimentation kann in den meisten Fällen ganz verzichtet werden. Durch die Aufstromfiltration werden die Spülintervalle für die Filter im Gegensatz zum traditionellen Abstromverfahren enorm verlängert, was die Wartungskosten erheblich reduziert. Ein weiterer Vorteil liegt im Durchmesser der Filtereinheit. Im Gegensatz zu den meisten auf dem Markt verfügbaren Systemen wird der gesamte Innendurchmesser des Schachtes ausgenutzt. Das ermöglicht eine langsame und gleichmäßige Strömungsgeschwindigkeit im Filtermaterial und somit eine hohe Aufenthalts- und Kontaktzeit des Abwassers mit der aktiven inneren Oberfläche des Filters. In den Filter eindringende Partikel werden großflächig verteilt, damit die Filterleistung möglichst lange aufrechterhalten wird. Durch die variable Gestaltung der Höhenverhältnisse im Schacht kann der Vordruck auf den Filter beliebig hoch eingestellt werden. Ein hoher Vordruck verlängert ebenfalls die Intervalle, in denen ein Filter rückgespült werden muss. Mit Hilfe dieser Maßnahmen werden extrem lange wartungsfreie Zeitperioden des Systems von mehreren Jahren erzielt, die dem Betreiber der Anlage zugute kommen und somit die Betriebskosten auf ein Minimum senken.

Seit Ende 2005 wird ein weiteres System von der Fachhochschule Bochum im Auftrag des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen an einem Zinkdach untersucht. Erste Ergebnisse werden gegen Ende des Jahres 2006 erwartet.

Zusammenfassung:
Die Forschungsergebnisse sowie die Reaktionen von Kunden und Fachleuten zeigen, dass die HANS HUBER AG in Zusammenarbeit mit der Fa. HydroCon aus Münster wieder einmal dem Ruf nach Innovation und Weitsicht im Hinblick auf einen nachhaltigen und aktiven Umweltschutz gefolgt ist.

Von Christian Gelhaus
Produktmanager

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