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Mischwassersiebung an der Müritz mit Ro 1 1800/7

Mischwassersiebung Waren Ro 1 1800/7 mm
Mischwassersiebung Waren Fertigstellung Bauwerk
Mischwassersiebung Waren während der Montage

Ende des 18. bis Anfang des 19. Jahrhunderts wurden hier im Norden die ersten  Entwässerungssysteme als Mischentwässerung (Ableitung von Schmutz- und Regenwasser in einem Kanal) angelegt. So haben die Städte Rostock, Wismar, Schwerin, Stralsund und auch kleinere Städte wie Waren an der Müritz im Altstadtkern auch Mischwasserleitungen. Um bei entsprechenden Regenereignissen die Wassermengen schadlos durch diese Leitungssysteme ableiten zu können, wurden an ausgesuchten Stellen Abschlagsbauwerke (Mischwasserüberläufe) angeordnet. In der Regel wurde das Mischwasser im Verhältnis 1:7 abgeschlagen mit dem Nachteil, dass auch Inhaltsstoffe aus dem Abwasser in Fließ- und Standgewässer zur Ableitung gelangten. Die Umweltbelastungen, die sich daraus ergaben, führten z.B. in Standgewässern zur Eutrophierung (Nährstoffanreicherung).

Aus heutiger Sicht versucht man, durch Einbau von Speichern in die Entwässerungssysteme und durch die Mischwassersiebung mittels Rechen die Umweltbelastung zu reduzieren.

So wurde in der Stadt Waren in einen derartigen Überlauf ein Huber- Feinstrechen vom Typ Ro1 1800/7 mm installiert, der im Einsatzfall für max. 800 l/s diese Aufgabe übernahm. Zuvor hatte die Maschine mehrere Jahre das Mischwasser auf der Kläranlage Bornhövedstraße in Schwerin gesiebt.

Von Peter Holtfreter

Innovative Wasser- und Abwasserbehandlung

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