Pilotprojekt einer modernen Abwasseraufbereitungsanlage bei der Kupfer GmbH
HUBER Industrial Solutions – In Rekordzeit von der Pilotierung zur Inbetriebnahme
Im Jahr 2006 wurde bei der Hans Kupfer GmbH im Werk Heilsbronn die Pilotierung einer modernen Abwasseraufbereitungsanlage mit Flotation und VRM® durchgeführt. Durch den Terminplan innerhalb von 9 Monaten die komplette Betriebskläranlage zu errichten wurde bereits Ende 2007 das erste Abwasser über die Anlage gefahren. Die tägliche Abwassermenge wird über Rechenanlage, Siebanlage, Flotationsanlage mit chemischer Stufe und Membranfiltrationsanlage zu sekundärem Rohwasser mit hygienisch hochwertiger Qualität behandelt. Der Flotat- und Überschussschlamm wird mittels einer Schlammanlage HUBER RoS 2S eingedickt.
Im Jahr 2006 wurde bei der Hans Kupfer & Sohn GmbH & Co. KG, einem der größten Fleischverarbeiter Deutschlands, die Pilotierung einer modernen Abwasseraufbereitungsanlage im Werk Heilsbronn durchgeführt. Aufgrund Kapazitätsgrenzen der vorhandenen Abwasseranlage mit SBR-Reaktoren hat das IB Dr. Resch, Weißenburg/Bayern, zusammen mit der Firma HANS HUBER AG nach Prüfung der Gegebenheiten eine Versuchsplanung mit dem innovativen VRM®-Verfahren durchgeführt. In einem 6-monatigen Versuchsbetrieb wurde eine komplette Reinigungsstraße bestehend aus Siebung, Flotationsanlage HUBER HDF und Membranbioreaktor HUBER VRM® parallel zur bestehenden Anlage betrieben und entsprechend geprobt. Die notwendige Analytik wurde von einer Diplomandin der Firma HUBER und dem Abwassertechniker der Firma Kupfer, Herrn Scheuring, durchgeführt. Die Beurteilung der Analytik erfolgte im Hause HUBER in engem Kontakt mit dem Ingenieurbüro Dr. Resch. Auf Grund eines Großbrands Mitte 2006 und dem schnellen Entschluss der Firma Kupfer eine neue, vergrößerte Produktionsanlage zu errichten, wurde eine umgehende Planung, auf Basis der bei der Pilotierung ermittelten Daten, notwendig. Die Firma Kupfer hatte sich das ehrgeizige Ziel gesteckt, die neue Produktionsanlage bereits Ende 2007/Anfang 2008 in Betrieb zu nehmen. Die Firma HUBER konnte den Kunden, nicht zuletzt wegen der hervorragenden Performance bei den Versuchen, von der Gesamtlösung und der Qualität der Anlagenteile überzeugen. Auf der Grundlage der Entwurfs- und Ausschreibungsunterlagen des Ingenieurbüros Dr. Resch wurde zusammen mit der KG Nellingen, die maschinentechnische Detailplanung und Ausführung der kompletten Betriebskläranlage angegangen. Der Lieferumfang umfasst Rechenanlage (HUBER RakeMax®), Siebanlage (HUBER ROTAMAT® Ro 2 mit Hochdruckspritzdüsenleiste; 2 Straßen), Flotationsanlage mit chemischer Stufe (HUBER HDF), Membranfiltrationsanlage (HUBER VRM®; 3 Straßen) sowie eine ROTAMAT® Schlammeindickung RoS 2S. Die tägliche Abwassermenge von bis zu 1600??m3/d wird von der mechanischen über die chemisch/physikalische und anschließende biologische Reinigungsstufe zu klarem Permeat mit hygienisch hochwertiger Qualität behandelt. Die anfallenden Schlämme (Flotat- und Überschussschlamm) werden über den Scheibeneindicker zum Schlammbunker gefördert.
Die Abholung zu einer Biogasanlage erfolgt mittels Saugwagen. Bereits im Dezember 2007 wurde mit der Inbetriebnahme der umfangreichen Maschinentechnik durch unseren HUBER Service begonnen. Mit dem Produktionsstart im Januar 2008 und entsprechendem Abwasseranfall konnte auch die Biologie in Betrieb genommen werden. Nach dem problemfreien Anfahrbetrieb erreichte die Anlage schnell die geforderten strengen Einleitwerte und läuft seitdem sehr stabil und zuverlässig. Die Anlage konnte somit bereits vom Kunden abgenommen werden. Die hohe Qualität des Permeats erlaubt es, dieses als sekundäres Rohwasser zur Einspeisung in die Dampferzeugung wieder zu verwenden. Die durch die Kreislaufführung erzielten Einsparungen steigern die Wirtschaftlichkeit der Gesamtanlage und bringen somit den gewünschten Nutzen für den Kunden. Durch die hervorragende Kooperation zwischen Planer, dem Kunden und der Firma HUBER während der Inbetriebnahmephase hat sich bei diesem Projekt für die Firma HUBER erstmalig eine neue Art der Zusammenarbeit ergeben. Über den bereits bei der Bestellung beauftragten HS3-Vertrag hinaus wünschte sich die Firma Kupfer unseren Inbetriebnahmetechniker Herrn Schober zur weiteren Betriebsunterstützung. Mit dem Ende der Inbetriebnahme folgte ohne Unterbrechung zunächst ein Full-Time-Job unseres Inbetriebnahmetechnikers für die anfängliche Einfahr- und Optimierungsphase. Während dieser Zeit betreute der Inbetriebnahmetechniker die Anlage quasi rund um die Uhr, d.h. auch am Wochenende wurde über die installierte Ferndiagnose jede Pumpe und jede Armatur überwacht. Die begleitende Analytik und deren Beurteilung sind im Leistungsumfang enthalten und wurden in Abstimmung mit dem Ingenieurbüro Dr. Resch durchgeführt. Sich hieraus ergebende Optimierungsmöglichkeiten konnten somit direkt in die Tat umgesetzt werden. Solch eine Betriebsunterstützung bringt durch die lange Präsenz eines kompetenten Ansprechpartners für den Kunden natürlich ein Höchstmaß an Sicherheit im Umgang mit der installierten Technik. Ein weiterer ganz wesentlicher Vorteil ist auch die damit einhergehende Optimierung der Verfahrenstechnik hinsichtlich Betriebsmittel, wie Chemikalien und Stromverbrauch aufgrund der Erfahrungswerte aus anderen Anlagen, welche HUBER hier zum Vorteil des Kunden eingebracht hat.
Von Thomas Pohlers
Geschäftsbereich Industrie




