HUBER Technik schützt Bürger vor Rheinhochwasser
Mobiler Hochwasserschutz der Stadt Bingen
Zum weiteren Schutz vor Hochwasser wurde im Jahr 2007 in der Stadt Bingen am Rhein entlang der Nahe ein zusätzlicher mobiler Hochwasserschutz ausgeführt. Bauherr für diese Maßnahme war die Stadt Bingen am Rhein vertreten durch die Entwicklungsgesellschaft Bingen. Mit der Planung der sehr umfangreichen Maßnahme wurde das Ingenieurbüro Dillig aus Simmern betraut. Den baulichen Teil hat P.A Budau GmbH aus Idar Oberstein ausgeführt. In der Stadt Bingen am Rhein erfolgt entlang der Nahe die Sanierung der Uferschutzmauer vom Gerbhausplatz bis zum Rhein-Nahe-Eck. Im Bereich vom Gerbhausplatz erfolgte der Ausbau der Naheufermauer als Hochwasserschutzwand, die mittels mobilen Hochwasserschutzelementen aus Edelstahlprofilen den Hochwasserschutz gewährleisten sollen.
Die mobile Hochwasserschutzwand verläuft nun auch südlich von der bereits Mitte der Neunziger Jahre erbauten Hochwasserschutzwand am Rheinufer. Für die Verbindung der Rad- und Fußwege zwischen dem Naheradweg und dem Rheinradweg mussten ebenfalls mobile Elemente zur Abschottung im Hochwasserfall hergestellt werden. Die Leistung, mit der die Firma HUBER betraut wurde, umfasste die Herstellung und die Montage einer mobilen Hochwasserschutzwand auf der Naheufermauer mit einer Länge von 75 m. Die Stauhöhe wurde mit 600 mm festgelegt. Der Stützenabstand beträgt ca. 3000 mm. Die Abschottung der Durchfahrt am Radweg erfolgte mit einem Feld. Die lichte Breite beträgt dabei 2650 mm und die Stauhöhe ca. 1500 mm. Alle Bauteile des mobilen Hochwasserschutzes, die dauerhaft mit dem Bauwerk verbunden wurden, sind aus dem Werkstoff 1.4571 hergestellt worden. Bereits während der Betonierungsphase der Hochwasserschutzwand wurden die Bodenschienen und die Ankerplatten von der Firma HUBER auf die richtige Position gebracht mit dem Bauwerk dauerhaft verbunden. Die Bodenschiene hat den Vorteil, dass alle mobilen Elemente gleich ausgeführt werden können. Ein zusätzlicher Balken mit einer separaten Bodendichtung zum Ausgleich von Unebenheiten im Beton ist nicht erforderlich. Im Einsatzfall können die mobilen Elemente untereinander vertauscht werden, ohne dass die Dichtigkeit darunter leidet. Für die Abschottung der Durchfahrt wurden zwei Wandanschlusselemente ebenfalls mit dem Bauwerk fest verbunden. Die gesamte Konstruktion wurde in Anlehnung an die DIN 19704 bemessen. Alle mobilen Elemente wurden so konstruiert, dass sie im Einsatzfall schnell und zuverlässig aufgebaut werden können. Alle Dammbalken und Stützen wurden auf Rungenpaletten gelagert. Für die Einlagerung der einzelnen Bauteile wurde ein Einlagerungsplan erstellt. Bei diesem Einlagerungsplan wurden die Größen und Anordnung der Rungenpalletten sowie der Lagerung der Einzelteile auf die vorhandenen Lagerräume abgestimmt. Alle Systemteile wurden nach Rangigkeit bei der Anwendung im Einsatzfall eingelagert. Die gesamte Maßnahme kostete 1,9 Mio. und schützt nun Bingen zuverlässig vor Hochwasser. Durch die mobilen Elemente, die nur im Hochwasserfall aufgebaut werden, wird auch die Aussicht auf das Rhein-/Naheeck in keinster Weise beeinträchtigt.
Von Stefan Wittl
Geschäftsbereichsleiter
Edelstahl



